Skunks’s Weblog


Zum Thema Magna Figura …
April 15, 2008, 10:33 PM
Filed under: Zum Thema Magna Figura ... | Tags:

Zum-Thema-Magna-Figura

Schon in den vergangenen Ausgaben sagten wir, daß die zurzeit an zwei Stellen laufenden Bemühungen zum Thema Figura und Magna Figura in der Rubrik „Ausblick” behandelt werden, weil wir da ja Entwicklungen sehen und hoffen, diese mögen auch noch erheblich weiter führen als dies bisher gelungen ist.

Ehe wir auf die inzwischen weiter erlangten Erkenntnisse bezüglich der Schwingungsaufladung und Übertragung eingehen, soweit das bisher schon möglich ist – was sich ja aber auf das Projekt „Kleine Figura” bezieht – möchten wir Ihnen von einer Nachricht erzählen, die wir von einem CN-Freund aus Tennesee (USA) erhalten haben, eine Mitteilung, die wir sehr ernst zu nehmen haben.

Die Mitteilung des Freundes aus Amerika geht aus einem Traum hervor, den er gehabt hat. Es muß sich dabei um einen Traum entweder ersten oder zweiten Grades gehandelt haben, also um einen Traum, der sich auf die irdische Realität bezieht und wahrscheinlich als eine zuverlässige Nachricht gewertet werden kann.

Über die verschiedenen Arten und Prinzipien der Träume haben wir schon gesprochen und werden dies zukünftig auch noch in genauerer Weise tun. Jetzt, in dieser konkreten Angelegenheit, ist entscheidend, daß der Freund die Magna Figura sah. Er sah sie in einem Traum zweiten oder dritten Grades, das heißt also real, wenn auch durch die Augen eines anderen Menschen, dem sich sein während des Schlafes losgelöster Geist quasi zeitweilig zugesellt hatte.

Was er berichtet, ist den wenigen erhaltenen Spuren der Überlieferung so nahe, daß wir es sehr ernst nehmen: Er sah die Magna Figura in einer Art Grotte, und zwar in einem Zustand, der zeigt, daß die Figura bereitsteht, um ihren Zweck zu erfüllen.

Wir gehen von nun an davon aus, daß es sich tatsächlich so verhält.

Über die Schilderungen der genauen Umgebung, in welcher der Traum des Freundes ihm die Magna Figura zeigte, werden wir noch näher zu sprechen haben. Soweit sich bisher dazu schon etwas sagen läßt, kann die Schilderung an einen Ort in der Nähe der Ortschaft Klosterneuburg bei Wien erinnern. Die dort früher einmal in Betrieb gewesene Anlage soll zeitweilig mit einer kleinen Figura betrieben worden sein. Sie war aber als Vorbereitung für die große, die Magna Figura gedacht.

Zum Thema Magna Figura  -  MagnaFigura-3

Diese Anlage existiert nicht mehr, aber es gibt es gute Beschreibungen, wie diese unterirdische Grotte angelegt gewesen war. Sie ist nicht besonders groß gewesen, der Durchmesser der kreisförmigen Grundfläche dürfte rund neun Meter betragen haben. Diese „Grotte” war künstlich geschaffen, es hat sich um keine Naturgrotte gehandelt. Die wahrscheinlich etwa sechseinhalb Meter hohe Decke war in spitzer, leicht gewölbter Form gemauert. Die kreisrunde Grundfläche war in der Mitte durch ein etwa 80 cm durchmessendes Loch durchbrochen. An den Wänden gab es zwölf gleichmäßig angeordnete Podeste, welche aber nicht nennenswert hoch waren. Unterhalb der künstlichen Grotte befand sich ein niedriges Gelass. Aus diesem ragte der Sockel für die Figura von unten in die Grotte. Er bestand aus poliertem Basaltgestein. Der Sockel, und somit auch die oben auf diesem stehende Figura, konnte von unten gedreht werden. Bei feierlichen Anlässen wurde diese Zeremonie durchgeführt. Zu der sich dann um Ihre Mittelachse drehenden Figura erklangen Gesänge, von regelmäßigen Schlägen auf zwölf Kesselpauken begleitet, welche die Figura umringten. Die Gesänge dürften von ferne an das „O, Fortuna” aus den Carmina Burana von Carl Orff erinnert haben, der ja alte Grundlagen verwendet hat. Abgesehen von den Pauken, die durch den Halleffekt des grottenförmigen Baus gewaltig geklungen haben müssen, gab es höchstwahrscheinlich keine Begleitung der Gesänge durch weitere Instrumente. Vermutlich hatten die zu diesem Anlaß erklingenden Gesänge keinen eigentlichen Text, sondern bestanden nur aus den immerzu wiederholten Schwingungsworten „boho-doho-nor” (die Gesänge in Form von Balladen, die es ebenfalls gab, sollten Ereignisse und Visionen erzählen, aber keine Schwingungen erzeugen).

Auch wenn diese Anlage nicht mehr existiert, wissen wir, wie schon gesagt, daß diese sozusagen ein Prototyp für weitere war – und es gibt auch einige Hinweise auf weitere Orte, wo solche angelegt werden sollten. Allerdings ist vermutlich nur die soeben geschilderte bei Wien für die Magna Figura gedacht gewesen, während die anderen sicherlich mit kleinen Figuri ausgestattet werden sollten.

Soweit zu diesem Aspekt. Alledem wird, soweit möglich, in den nächsten Monaten nachzugehen sein.

Magna Figura  -  Schwingungsfixierung

Bezüglich der Fragen von Schwingungsaufladung und Schwingungsübertragung können wir inzwischen einen gewissen Fortschritt vermelden. Nachdem die Schwingungsaufladung sich als sehr gut funktionierend erwies, die Übertragung der so aufgespeicherten Schwingungen auf die Steine (Amethyst und Bergkristall) aber vorerst nicht gelingen wollte, scheint auch dieses Problem jetzt gelöst zu sein. Offenbar ist die Fehlerquelle mangelnde Präzision bei der Ausführung gewesen.

In einem nächsten Schritt, der zurzeit vorbereitet wird, soll zunächst eine Figura aus Kupferdraht gebaut werden, so daß deren „Innenleben” also sichtbar bleibt. Die nötigen Komponenten dürften jetzt in funktionierendem Zustand vorhanden sein. Das Prinzip hatte sich ja auch bereits bei der Verwirklichung des neuen Schwingungsschreins bewährt.

Diese beiden Angelegenheiten – die Rekonstruktion einer funktionstüchtigen Kleinen Figura einerseits, und die Suche nach der Magna Figura andererseits – sind selbstverständlich von unterschiedlicher Art. Grundsätzlich hängen beide Motive aber doch miteinander zusammen.

Kleine Bilderserie

Die-Baphometbraut-Teil1

Agnes, die „Baphometbraut”

Einleitende Worte

Diese Geschichte ist anfänglich nur für einen kleinen Kreis niedergeschrieben worden. Viele, die sie lasen, fanden sie so sinnreich und auch so spannend, daß der Gedanke aufkam, sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies geschah inzwischen in verschiedenen Ausführungen, zumeist in einfacher Skriptform ohne näher auf die Hintergründe einzugehen; und das, was nachher geschah, wird erst hier eingehend beleuchtet.

Für jene Leserinnen und Leser, die aus gängigen esoterischern Büchern die als „Baphomet” bezeichnete Darstellung von Eliphas Lévy aus dem 19. Jahrhundert kennen, und sich nun womöglich zunächst wundern, hier eine vollkommen andere vorzufinden, sei eingangs gesagt, daß Lévy einem Irrtum aufgesessen war. Dazu wird in der Geschichte sowie auch im Anhang die nötige Erklärung gegeben. Diese ist sofort logisch, so daß man sich darüber wundern muß, daß der Irrtum noch immer kursiert.

Die Geschichte geht auf das Jahr 1982 zurück, soweit sie auf realem Boden steht. Erst im Dezember 1997 stand eine zur Veröffentlichung geeignete Fassung zur Verfügung, die aus Sicht von Agnes zufriedenstellend war. Diese Fassung bildet hier die Grundlage, lediglich an wenigen Stellen durch Details vervollständigt, die Agnes bisher nicht erwähnt sehen wollte. Insofern ist diese Ausgabe diejenige, die im Hinblick auf die Geschichte die beste genannt werden darf, also auch die ausführlichste. Anders als bisher, sind hier auch wortgetreue Auszüge aus dem Tagebuch eingefügt. Das heißt natürlich, daß wir in diesen Passagen auf das Bezug nehmen, was tatsächlich geschah. Wo solche Passagen vorkommen, ist darauf zuvor hingewiesen, außerdem sind sie durch Kursivschrift besonders kenntlich gemacht.

Wirklichkeit an alledem ist das Tagebuch der Agnes, von dem die Geschichte hauptsächlich ausgeht. Die erwähnten Schauplätze sind weitgehend zutreffend. Allerdings befand sich das Atelier der Malerin (eine enge Freundin, nicht die Schwester der Agnes), in einer anderen Straße der Wiener Innenstadt. Hinsichtlich dieses Schauplatzes nimmt sich die Geschichte eine kleine Freiheit, die jedoch nicht willkürlich gewählt ist, sondern wiederum einen historischen Hintergrund hat. Es steht fest, daß gerade an jenem Ort schon vor der Zerschlagung des Templerordens sehr eigenständige Wege gegangen worden sind. Die „Geheimwissenschaftliche Sektion” (SIGNUM SECRETUM TEMPLI) des Tempelritterordens hatte ihren Sitz in Wien. Wie stark der Einfluß dieser Gruppierung auf den Orden insgesamt gewesen ist, läßt sich heutzutage nicht sicher sagen. Wahrscheinlich ist, daß diese Templer-Formation nur im Alpen-Adria-Raum tonangebend war. In der Geschichte von der Braut des Baphometen stehen die Ideen und Traditionen dieser geheimwissenschaftlichen Templer-Sektion im Vordergrund. Manches spricht dafür, daß deren Vermächtnis tatsächlich im Geheimen weiterwirkte. Insofern ist die Vision eines Geheimbunds auf dieser Grundlage vielleicht nicht einmal gänzlich abwegig.

Reale Hintergründe haben auch die Mythen, von denen die Geschichte spricht, sowie viele Einzelheiten. Dies betrifft etwa die keineswegs aus der Luft gegriffene Legende um die „Große Figura Baphomet”, die MAGNA FIGURA. Kleine „Figuri” in solcher Form hat es auf alle Fälle gegeben. Diese waren innen anders beschaffen als die in der Geschichte beschriebene Große Figura, äußerlich aber sehr ähnlich. Auf fundiertem Boden steht ferner die Mythe um die “Welt der ewigen Morgenröte”, das Reich der Göttin Venus, an welches der Kaiser Augustus offenbar glaubte. Ebenso zutreffend ist die Verbindung all dessen mit dem sagenumwobenen Untersberg zwischen Berchtesgaden und Salzburg. Auch auf die Querverbindung zu dem venezianischen Geheimbund Ordo Bucintoro und der diesem zuzurechnenden Julietta da Montefeltro gibt es deutliche Hinweise. Dieser von Frauen geleitete Orden stand zwar dem Isais-Aspekt näher als allgemeinen Templer-Vorstellungen und hatte seine Blüte erst im 16. Jahrhundert, doch es besteht sogar die Annahme, die MAGNA FIGURA sei über Genua nach Venedig und zum Ordo Bucintoro gelangt. Aus dieser Quelle wurde auch die Figur der Julietta in die Geschichte übernommen, eine Frau, von der es heißt, sie könne sich nach Belieben irdisch verstofflichen.

Richtig sind insbesondere die Schilderungen der magischen Vorgänge, obschon deren Darstellung unvollständig bleibt, wie es in der Natur einer Veröffentlichung liegt. Dazu gibt es im Anhang zur Geschichte einige Ergänzungen. Zutreffend geschildert ist die astralmagische Bedeutung der Frauenhaare, die auch in verschiedenen anderen magischen Geheimüberlieferungen eine ähnliche Rolle spielt. All dies ist jedoch kompliziert und verlangt ein gutes Grundlagenwissen. In der Populär-Esoterik ist darüber wenig zu finden. Verschiedene tiefergehende Schriften, die es u.a. in einigen Universitäten gibt, sind für den Normalgebildeten ohne umfangreiche Altsprachenkenntnisse praktisch nicht lesbar. Diese Informationslücke kann natürlich nicht mit dem Anhang dieses Buches geschlossen werden, doch die wesentlichsten Aspekte werden erhellt.

Was die schwarzmagischen Angriffe anbelangt, so wurden durch Zuhilfenahme fremder Quellen einige Eventualitäten konstruiert. Agnes hat sich mit dieser vorstellbaren zweiten Ebene eingehend beschäftigt, dementsprechende Erkundigungen eingeholt und weiterführende Nachforschungen betrieben. Manches erscheint dabei quasi symbolistisch umgesetzt.

In der geschilderten Form erfunden sind die widerstreitenden geheimen Organisationen, was aber nicht heißt, es könnte solche Gruppierungen nicht geben.

Alles in allem steckt in dieser Geschichte womöglich mehr Wahrheit als Dichtung. Dies zu erfassen, wird nicht zuletzt an der individuellen Aufnahmeart durch die Leserin und den Leser liegen.

***

Agnes, die „Baphometbraut”

Der Geschichte erster Teil

Prolog

Wien im Jahre 1243

Mitternacht in einer engen Gasse des mittelalterlichen Wien, die nach den Ereignissen der kommenden Stunden vom Volksmund einen Namen erhalten wird, der heute auf dem Straßenschild steht: Die “Blutgasse”.

An den hohen Wänden des Kellergewölbes unter dem Wiener Ordenshaus der Tempelritter loderten Fackeln. Von der Decke herab hingen an Ketten große schmiedeeiserne Schalen, von denen aus brennendes Öl helles Licht verbreitete. Die gewölbte Decke des großen, grottenartigen Raums war durch den Ruß der Ölfeuer geschwärzt. In dieser Nacht sollte hier eine Zeremonie stattfinden, eine Zeremonie von besonderer Bedeutsamkeit: Die MAGNA FIGURA des “Großen Baphometen” würde für den Aufgang eines noch fernen neuen Zeitalters, das sich mit Beginn des 21. Jahrhunderts ausbreiten und die Erde beherrschen würde, magisch aufgeladen werden. Alle Vorbereitungen für die Zeremonie waren getroffen. Um Mitternacht, wenn der Stern Venus eine ganz bestimmte Position am Himmel eingenommen haben würde, mußte das hohe Ritual vollzogen werden. Zwei Ritter enthüllen die hohe Figur, die bis dahin von einem violetten Tuch verdeckt gewesen war. Jetzt erstrahlte der große Baphomet, die MAGNA FIGURA. Es war eine merkwürdig anzuschauende Figur aus purem Gold. Sie zeigte ein Doppelhaupt mit einem weiblichen und einem männlichen Gesicht. Von der weiblichen Kopfhälfte ging ein langer, starker Zopf aus, der das Doppelhaupt wie eine Säule trug. Unten ging das Zopfende über einem gewölbten, mit Edelsteinen verzierten achtkantigen Sockel auseinander. Der große Baphomet war ein Sinnbild für die ewige Gottheit, welche aus den Kräften Männlich und Weiblich besteht. Die als Frauenzopf ausgebildete Säule wies auf die Bedeutung jener weiblichen Kräfte hin, welche, in Gestalt der Liebesgöttin, zur Vereinigung der beiden göttlichen Bestandteile leiten, und somit zum schöpferischen Akt. Diese große Figura stand auf einem runden, siebenstufigen Sockel aus poliertem Basaltgestein. Sie befand sich in der Mitte eines Kreises aus zwölf steinernen Podesten, welche den Tierkreis mit seinen Sternbildern symbolisierten. Auf jedem befand sich eine hölzerne Schale mit jeweils einem bestimmten Edelstein darin. An der nach Norden weisenden Wand gab es einen geschmückten Altar. Auch dieser war aus glänzendem Basalt. Über dem Altar ragte die goldene Statue einer Göttin auf. Ihr Unterleib glich einer Lilie, aus der sie herauszuwachsen schien. Die langen Haare der Göttin breiteten sich aus wie im Winde wehend, so daß sie an Flügel erinnerten. Es waren gleichsam die geistigen Schwingen der Göttin. Durch sie strahlte auch die Baphomet-Figura ihre Kräfte aus. Vor dem Altar standen drei junge Frauen in langen lachsroten Gewändern, die mit silbernen Lilien verziert waren. Die Frau in der Mitte trug ihre bis unter die Hüften reichenden braunen Haare offen, die beiden anderen hatten die ihren zu ebenso langen Zöpfen geflochten. Eine der beiden war blond, die andere schwarzhaarig. Diese drei schönen Frauen standen völlig still. Zweiundvierzig Männer formierten sich in der Grotte um die Baphomet-Figur herum und blickten schweigend auf die drei Frauen bei dem Altar. Die Männer trugen weiße Mäntel mit schwarzumrandeten roten Dornenkreuzen darauf. Sie warteten still, bis die brünette Frau mit den offenen Haaren, die Priesterin der Göttin, zu sprechen begann. Ihre Stimme war hell und sanft, doch der Hall in der Grotte gab ihr einen kräftigen Klang, als sie sprach: “Jetzt naht die erste Stunde der Göttin. Doch noch fern ist ihre zweite Stunde, die zur Vollendung führt. Vorerst wird es gelten, die Zeit der Finsternis durchzustehen, durch manche Generationen, bis das Licht erwacht und die Göttin ihre Kräfte auf Erden entfaltet. Dies wird erst sein, wenn sich der Wasserkrug öffnet (das Wasserkrugzeitalter/Wassermannzeitalter) auf dem Grat vom zwanzigsten zum einundzwanzigsten Jahrhundert nach der Menschwerdung Gottes in Christo, des Herrn allen Lichts. Ehe das neue Licht kommt, wird aber die Finsternis fürchterlich wüten. Doch gewiß ist schließlich der Sieg unserer heiligen Göttin im Namen des Herrn, der in seinem Reiche verweilt.” Die zweiundvierzig Männer riefen im Chor: “Es wird sein!” Und nun sprachen auch die blonde und die schwarzhaarige Frau: “Es wird sein.” Die Priesterin sagte dieselben Worte noch einmal und griff dabei mit einer Hand in ihre haselnußbaunen Haare. Mit der anderen Hand gab sie zugleich den Männern im Kreise ein Zeichen. Diese alle neigten für einen Augenblick die Köpfe. Es war, als müßten sie etwas verinnerlichen, was ihnen nicht leicht fiel. Dann wendeten die Ritter ihre Umhänge. Diese waren nun schwarz mit weißumrandeten roten Dornenkreuzen. Und die Männer sprachen im Chor: “In den finsteren Zeiten wird vorherrschen das Schwarz der Trauer.” Die drei Frauen sprachen: “Wenn aber die Morgenröte der Göttin aufsteigt am Himmel der Zeit, dann wird ihre rosige Farbe überall herrschen, die blutigen Kreuze werden weichen der leuchtenden Lilie der heiligen Göttin der Liebe.” Und die Männer wiederholten: “Wenn aber die Morgenröte der Göttin aufsteigt am Himmel der Zeit, dann wird ihre rosige Farbe überall herrschen, die blutigen Kreuze werden dann weichen der leuchtenden Lilie der heiligen Göttin der Liebe.” Und die Priesterin sprach: „Es sei!” Der Nachhall der Worte verklang. Abermals lag Schweigen in dem Gewölbe. Nun streckte die Priesterin ihre Arme aus und sagte: “Der erste der Ritter komme zu mir, der auserkorene für den Einherierweg. Ein stattlicher Mann von wohl vierzig Jahren trat vor und ging bis an den Altar heran. Die Priesterin sprach: “Nun wird der Geist des Großen in die Figura Baphomet hineingerufen werden für manche Jahrhunderte, damit er einst neu erstehen möge, um diese Welt zu regieren im Geiste und im Namen der Göttin.” Damit reichte sie dem vorgetretenen Ritter ihre Hände, und dieser ergriff sie. Die beiden anderen Frauen bereiteten ein purpurnes Lager zwischen dem Altar der Göttin und der Baphomet-Figur. Unterdessen sprach die Priesterin, und ihre Worte schienen sowohl an den vor ihr stehenden Ritter wie auch an alle Anwesenden gerichtet zu sein: “Die ewigen Kräfte des Ilu, des Männlichen und des Weiblichen, allen Göttlichen Gipfel und höchste Macht, sollen jetzt erstrahlen und zeugend werden zum anderen mal.” Damit ließ sie die Hände des Ritters los. Die beiden Gehilfinnen traten heran. Der Ritter übergab der einen seinen Mantel, Gurt und Schwert, die andere entkleideten ihn sodann vollständig. Die erste Gehilfin legte das Schwert des Ritters vor den Altar. Mit einer Flasche Rosenöl kam sie wieder und salbte damit den nun unbekleideten Körper des Ritters. Die andere Assistentin löste inzwischen mehrere mit silbernen Lilien verzierte Spangen an dem Gewand der Priesterin. Die Hülle aus lachsrotem Samt fiel von ihr, und unbekleidet stand die Priesterin da. Die Gehilfinnen zogen sich zurück, und nur zwei Menschen standen sich vor dem Altar gegenüber: Der erste Ritter und die Priesterin – ein Mann und eine Frau. Der Widerschein offenen Lichts schimmerte auf ihrer Haut, zeichnete die Formen der zwei Körper wie mit einem rötlich-goldenem Pinsel. Die langen braunen Haare der Priesterin glänzten nun wie blankes Kupfer. Die Priesterin sprach: “Im Angesicht der Göttin wird gleich der Geist des Kaisers, des großen Augustus, erstehen im astralen Liebesakt. So wird er seinen Weg nehmen.” Eine der beiden anderen Frauen, die blonde, nahm nun vom Altar einen breiten Dolch und berührte mit diesem zunächst den Sockel der großen Figura und dann eine auf dem Altar liegende Schere. Mit der Schere schnitt sie sich die Spitzen ihres Zopfes ab, nur die untersten, so daß der Zopf dennoch zusammengebunden blieb. An den Schnittstellen erschien sogleich der Hauch eines rötlichen Lichts. Sie übergab die Schere der schwarzhaarigen Frau, und auch diese schnitt sich die Enden ihrer Zopfspitzen damit ab. Auch bei ihr begannen die Schnittstellen leicht rötlich zu leuchten. Die Gehilfin legte die Schere auf den Altar zurück und gab ihre Zopfspitzen der anderen, Blonden. Diese ging zur Figur des Baphomet und zog in deren Sockel eine kleine Schublade auf. Sie nahm einen funkelnden Kristall heraus und streute die Haarspitzenschnipsel hinein. Dann nahm sie wieder die Schere und trat zu der Priesterin. Dieser schnitt sie von deren offenen Haaren die Spitzen ab, etwa so viel, wie eine Handbreite mißt. Auch diese Schnittkante zeigte ein rötliches Leuchten. Die andere Gehilfin brachte den Kristall und gab ihn der Priesterin. Diese hielt ihn dem entkleideten Ritter hin und sagte: „In diesen männlichen Stein, den Garil (Gral), wird nun des Kaisers Geist Einzug halten. Ilua, das weibliche Gegenstück, liege sicher verborgen im heiligen Berg Wodins (Odin/Wotan) und harre der neuen Zeit (gemeint war der Untersberg). Für deren Geburt werden dann die beiden Kristalle im Großen Baphomet vereinigt werden durch eine würdige Frau.” Die Priesterin hielt sich nun den Kristall zwischen ihre Brüste, und der Ritter küßt ihn dort. Die Gehilfinnen hoben der Priesterin deren Haare vom Rücken vor die Schultern. Die Priesterin hielt den Kristall jetzt unten in die Enden ihrer Haare und sagte: “Die Ströme des göttlichen Lichts Ilu fließen!”. Ihre Haare begannen auf ganzer Länge in einem hellen rötlich-violetten Schimmer zu leuchten. Dieses Leuchten erfaßte bald ihre ganze Gestalt. Der Ritter kniete vor ihr nieder und küßte die rötlich leuchtenden, frischgeschnittenen Spitzen der langen Haare der Priesterin. Auch auf ihn ging dadurch das rötlich-violette Leuchten über. Der Ritter erhob sich wieder. Die Priesterin reichte jetzt ihm den Kristall. Er hielt ihn für einen Augenblick empor. Das rötlich-violette Leuchten erfaßte den ganzen Raum. Jetzt lösten die beiden Gehilfinnen ihre Haare auf, und auch aus diesen erstrahlte nun das rötlichviolette Leuchten, es durchflutete das gesamte Gewölbe und überstrahlte gleichsam das Licht der Fackeln und aus den Ölschalen. Eine der Gehilfinnen nahm dem Ritter den Kristall aus der Hand, hüllte ihn in die Enden ihrer Haare und brachte ihn zur Figur des Großen Baphomet. Dort wartete die andere Gehilfin. Diese übernahm den Kristall und legte ihn im Sockel der Figur auf die Zopfspitzenenden. Jetzt entkleiden sich auch die beiden Gehilfinnen und stellten sich auf die dritte Stufe des Sockels. Sie zogen ihre Haare nach vorn und flochten sie sich zu einem einzigen dicken Zopf, durch den sie nun miteinander verbunden waren. Das Schwarz und das Blond ihrer Haare in einem einzigen Zopf gab diesem ein besonderes Aussehen: Es versinnbildlichte zwei verschiedene Kräfte, die sich in der Figur des großen Baphomet vereinigten. So blieben die beiden Frauen still stehen. Auf einmal begann sich die große Figur mit einem leisen mahlenden Geräusch zu drehen – und die männliche Gesichtshälfte blickte jetzt zum Altar und auf das dort zusammenstehende Paar, den ersten Ritter und die Priesterin. Die Runde der Ritter begann ein leises melodisches Summen, und die beiden Frauen auf dem Sockel des Baphomet griffen an ihren starken gemeinsamen Zopf und riefen dazu die göttlichen Mächte an: “Boho-doho-nor…” Die Priesterin und der erste Ritter umarmten einander, sie vollzogen den Liebesakt vor dem Altar der Liebesgöttin. Dabei wurde das Leuchten um sie herum immer stärker und rötlicher – bis sich die beiden Gestalten in ein purpurnes Licht auflösten. Die Strahlen dieses Purpurlichts ballten sich und wurden von dem doppelten Zopf der beiden Frauen, die bei der Baphomet-Figur standen, angezogen. Es hüllte auch diese beiden völlig in Purpurschein, sammelte sich in dem starken Doppelzopf und ging von dort aus in die Figur des großen Baphometen ein. Die Priesterin und der erste Ritter indes waren für diese Welt verschwunden. Ihre letzte Spur war ein rötlicher Schimmer in den zusammengeflochtenen Haaren der beiden Frauen auf dem Sockel der Magna Figura.

Draußen rückten unterdessen die Truppen der Inquisition an und stürmten dieses letzte noch bestehende Ordenshaus der Tempelritter. Die oben im Gebäude gebliebenen Templer, die nicht an der Zeremonie des Großen Baphomet teilgenommen hatten, setzten sich zur Wehr. Binnen Augenblicken war die Gasse vom Klirren der Schwerter erfüllt. Ein Templer eilte in das Kellergewölbe, um die anderen zu warnen. Aber der Waffenlärm war ohnehin schon selbst dort drunten zu hören. Soeben war die Zeremonie vollendet. Die meisten der Ritter eilten nach oben zum Kampf. Trotz der feindlichen Übermacht gelang es ihnen, die ersten Angreifer wieder aus dem Haus hinaus zu drängen und weitere zunächst am Eindringen in das Gebäude zu hindern. Umso heftiger entwickelte sich der Kampf auf der Gasse. Unten in der Andachtsgrotte wurden die wichtigsten Heiligtümer in Sicherheit gebracht: Die Statue der Göttin und der große Baphomet. Mühsam hoben drei Ritter die schwere Baphomet-Figur von deren steinernem Sockel, andere nahmen die Statue der Göttin. Die beiden durch den gemeinsamen Zopf aneinander gefesselten Frauen betätigten einen verborgenen Mechanismus. Sie konnten sich noch nicht voneinander lösen, die Kraft der Ilu-Schwingungen machte sie noch bis zu einem gewissen Grade zum Bestandteil einer anderen Sphäre. Sie wären in diesem Zustand auch unverwundbar gewesen. Das konnte jedoch nur einige Minuten anhalten, dann würde das rötliche Licht aus ihren Haaren weichen, der gemeinsame Zopf würde sich auflösen lassen, und die beiden Frauen wieder ganz dieser Welt angehören. Zwar blieben ihre Haare noch unverletzlich, doch gegen einen Lanzenstich wären ihre Körper nicht mehr gefeit gewesen. Sie mußten sich daher schnell in Sicherheit bringen. Dies umso mehr, wie sie noch eine wichtige Aufgabe zu erfüllen hatten: Mit ihnen würden die tapfersten der überlebenden Templer Kinder zeugen, deren Blutslinie über viele Jahrhunderte fortbestehen sollte. – Eine Wand öffnete sich in einen breiten und hohen Gang. Ein Ritter ergriff eine Fackel. Die Frauen, die den geheimen Gang kannten, gingen im Dunklen voran. Hinter ihnen und den Männern, die die beiden Figuren trugen, schloß sich die Wand wieder; keine Spur blieb mehr von diesem Geheimnis zu sehen.

Auf der Gasse wurden die anzahlmäßig weit unterlegenen Templer nach und nach niedergehauen. Auf Befehl des Inquisitors wurden sogar noch den Gefallenen die Kehlen durchgeschnitten, nach alttestamentarischem Ritus, so daß das Blut der gefallenen Templer über das Pflaster der Gasse strömte, wonach sie ihren Namen erhalten sollte: Blutgasse.

Als die Soldaten der Inquisition den unterirdischen Kultraum erreichten, fanden sie dort nichts mehr außer brennenden Fackeln und leeren Podesten. Auf Anordnung des Inquisitors hin, der das Schlachten unbeteiligt beobachtet hatte, wurde der letzte Templer am Leben gelassen und zum Verhör in die Folterkammer gebracht. Nur sieben Männer und die zwei Frauen waren aus dem Ordenshause entkommen. Jetzt standen sie in einem anderen, größeren Gewölbe. Auch hier gab es einen runden siebenstufigen Sockel aus Basaltgestein, welcher jenem in dem anderen Keller glich, und ebenso einen gleichen Altar. Die Männer hatten die Statue und die Figur des großen Baphomet platziert. Sie verhüllten diese Figur mit einem violetten Tuch und dann auch die Statue der Göttin. Die beiden Frauen konnten ihre Haare nun wieder auseinander lösen und sich bereitliegende Kleider anziehen. Ein Blick in das Gewölbe zeigte, daß dieser Raum häufig benutzt worden war und wohl den eigentlichen Aufbewahrungsort der Heiligtümer darstellte. Die neun Überlebenden begaben sich in einen an das große Gewölbe anschließenden kleineren Raum. Dort gab es einen Tisch und Stühle. Einer der Ritter entzündete bereitstehende Kerzen. Die neun setzten sich an den Tisch, ohne zu sprechen. Eine Weile verstrich in Schweigen. Schließlich sagte einer der Ritter mit kräftiger Stimme: “Es wird sein!” Die anderen wiederholten diese drei Worte.

In der Folterkammer der Inquisition lag der gefangene Templer auf dem Streckbrett. Daneben standen zwei Folterknechte und brachten über einem von Blasebälgen angefachten Feuer ihre Foltereisen zum glühen. Der Inquisitor befahl den Beginn der Tortur. Nach einer Weile ließ er innehalten und fragte den geschundenen Templer: “Sage, Kreatur der Verdammnis, wohin habt ihr eure Götzenbilder verbracht?” Ein Mönch in Dominikanerkutte stand mit Feder und Pergament bereit, um eventuelle Aussagen zu protokollieren. Der Inquisitor fragte nun: „Sage, Auswurf von Hexen und Zauberern, wessen Geist steckt in eurer gräulichen Baphometenfigur? Ist es der von Nebukadnezar, dem König von Babylon? Oder vielleicht der von Julius Cäsar? Oder der des Kaiser Augusts? Oder des ketzerische Friedrich II.? Oder wer sonst? Eine noch niedrige Kreatur womöglich? Ein Dämon aus Ninive?” Der Templer gab zunächst keine Antwort, doch dann entgegnete er: “Das Schlimmste ist, Bruder Inquisitor, daß du Recht zu handeln meinst, weil du nicht weißt, wie sehr du dich in allem irrst, was du zu glauben denkst.” Dies trieb den Inquisitor in gesteigerten Zorn. Die Adern auf seiner Stirn schwollen an, seine Stimme jedoch bleibt vorerst beherrscht: “Sage, Aas von Dämonengedärm, was habt ihr mit den zauberischen Weibern in eurem Heidentempel getrieben? Sprich! Uns ist schon vieles bekannt! Hexenkünste passen zu Ketzerei und widerlichen Gelüsten! Du kannst mich nicht täuschen. Du nicht, ekelerregendes Stück Menschenfleisch!” Der gequälte Templer wendet den Kopf und entgegnet: “Aber wer will dich denn täuschen, Bruder Inquisitor! Es sei dir ganz ehrlich gesagt, daß die Hölle dir als nächste Heimstatt gewiß ist – nicht mir, der ich mit den meinen in den Weiten des Jenseits weiterwirken werde und von dort zurückkehre, so die Zeit dazu kommt.” Der Inquisitor stieß einen Fluch aus, bekreuzigt sich und rief: “Deine Hölle, Dämonen- und Hexengesell, bereite ich dir schon heute und am Orte hier!” Der gequälte Tempelritter raffte nochmals seine letzten Kräfte zusammen und sprach mit fast widernatürlich kraftvoller Stimme: „Die Zeit kommt, da du jegliche Antwort erhältst, Bruder Irrtum, du Knecht des El Schaddai! Dann wird sich der neue Kaiser zeigen, dessen Namen zu kennen du gierst, und er wird walten! Und da du mein Blut willst, gebe ich es dir gleich!” Der Ritter hob den Kopf, soweit es ihm möglich war, und spie dem Inquisitor Blut ins Gesicht.

Von grenzenlosem Entsetzen gepackt, wich der Inquisitor zurück und befahl, den Templer sofort zu töten. Der Dominikaner neben ihm bekreuzigte sich mit bebender Hand.

Jahrhunderte vergehen.

Einige der überlebenden Ritter haben mit den Frauen der Gemeinschaft Kinder gezeugt.

Ihre Blutslinie begründet die geheime Erbengemeinschaft der Tempelritter.

In ihrem Tagebuch leitet Agnes alles Folgende mit Gedanken ein, die hier, als eine Zusammenstellung aus verschiedenen Passagen, wiedergegeben sind:

Was Herr Wiesinger (ein alter Herr in Wien) mir über die Große Figura erzählte und über die Ideen, die mit ihr verbunden sind, hat mich sehr fasziniert, denn es kommt mir auch logisch vor. Wenn Graf Perneg von Weitenegg (der Gründer der geheimwissenschaftlichen Templer-Sektion) glaubte, es wäre möglich, eine magische Apparatur zu schaffen, durch die spezielle Schwingungskräfte des Neuen Zeitalters angezogen werden können, so klingt das im ersten Moment unvorstellbar. Man muß genau hinschauen, dann wird es aber verständlich. Wenn also aus dem Sternbild Becher das neue Licht kommt, dann ist das etwas Begreifliches. Dort, eigentlich über dem Sternbild, befindet sich die Durchlaßstelle zum Jenseits. Es ist die magische unsichtbare IlumSonne. Man nennt sie auch die Schwarze Sonne, sagt Herr Wiesinger. Sie ist wie ein Ventil zu verstehen, auf das Schwingungskräfte einwirken. Jetzt, da wir ein finsteres Zeitalter haben, ist das Ilum-Ventil größtenteils geschlossen, darum dringt nur wenig göttliches Licht zur Erde. Es müßte also auf künstliche Weise eine besondere Schwingung erzeugt werden und diese als ein gezielter Strahl zur Sol Ilum gelangen, damit das Ventil sich weiter öffnet. Diese Schwingung müßte man also erzeugen, durch den menschlichen Geist, und dies dann so anwenden, daß der Vorgang gelingt. Das ist ein magischer Vorgang. Die Große Figura sollte ihn bewirken und braucht dafür lange Frauenhaare. Dafür schneide ich mir meine jederzeit gerne ab. Aber das soll ich ja angeblich gar nicht. Allerdings glaube ich, das käme dann doch, denn es wäre logisch. Bei den kleinen magischen Figuren war es ja auch so, und in der streng geheimgehaltenen sogenannten Wirkmagie, Ma-Ka-A-Ra und so weiter, gehörte die Schere immer zum Handwerkszeug der magisch tätigen Frauen. Ich glaube also, es wäre auch hier nicht anders, bloß daß es nicht offen gesagt wird, damit niemand weiß, wie es wirklich geht. Die große Baphomet-Figur sollte noch eine Aufgabe haben, die: den Kaiser Augustus in die Gegenwartswelt zu rufen. Zuerst geht es aber wohl darum, das Ilu-Licht heranzuziehen. Dafür sind viele Einzelheiten notwendig, und Herr Wiesinger hat mir selbstverständlich nicht alles erzählt. Irgendwie ist dieses Geheimnis ja vielleicht noch wach, und es gibt da mehr als ich weiß, ganz bestimmt sogar, doch das erfahre ich wohl noch. Die Burg, die Graf Weitenegg noch ausbauen wollte, hatte drei Türme, von denen einer größer als die anderen war. In diesem, ganz unten, sollte die Große Figura stehen und dann von da aus durch zwei Etagen die Kräfte in der Turmkuppel sammeln. Dann sollte der Strahl sozusagen abgeschossen werden zur Sol-Ilum. Weil dieses Sternbild nur selten zu sehen ist, wird es über die Venus erreicht. Es ist sehr erstaunlich, daß man schon damals berechnen konnte, die Venus in einem bestimmten Winkel anzuvisieren, so daß der Strahl von dort zum Becher weitergeleitet wird. Aber das klingt alles plausibel. Die Große Figura steht in der Mitte von zwölf Visierpostitioen, die die zwölf Tierkreisbilder darstellen. Es ist ein sehr logischer Vorgang. Herr Wiesinger erzählte mir, es wäre um 1941 versucht worden, in der Wewelsburg, die liegt in Westfalen, eine Kopie des Hauptturms der Figuraburg zu bauen, es wäre aber wegen des Kriegs nicht mehr dazu gekommen. Den Plan hat es aber sicher gegeben. Das ist jedoch etwas anderes als die Angelegenheit mit der Braut des Baphomet. Auch diese hat einen realen Hintergrund. Die Beschreibung der Figura-Eröffnung gehört aber nicht in die Blutgasse, das war ja schon in der Figuraburg. Herr Wiesinger möchte nicht, daß bekannt wird wo die Ruine dieser Burg sich befindet. So haben wir diese Szene in die Blutgasse verlegt. Das erschien auch passend, da die Ereignisse um das dortige Templerhaus wiederum historisch sind. Man kann sagen, es sind zwei zusammengehörige Ereignisse, die an verschiedenen Schauplätzen stattfanden, an einem Ort zusammengefaßt worden, der dafür geeignet war. Die Stimmung im Kellergewölbe in der Blutgasse und die im Gewölbe unter dem Hauptturm der Figuraburg muß sehr ähnlich gewesen sein, und die Figura-Handlungen fanden ja in der Grotte unter dem Hauptturm statt. Das ist wenigstens das, was im Archiv darüber noch zu finden ist, und das wird sicher auch stimmen.

Gegenwart

Berlin

In einer nicht ganz unähnlichen Lage wie weiland der gefangene Tempelritter, befindet sich nun der Wissenschaftler Dr. Arnold Wendelin vom Institut für mittelalterliche Kultur und Geschichte in Berlin. Er wird in einem Keller von einem jungen Mann verhört. Auf dem Tisch vor Dr. Wendelin liegen Skizzen ausgebreitet. Diese zeigen ein merkwürdiges Gebilde: Ein Doppelhaupt, einem Januskopf ähnlich, jedoch mit einem weiblichen und einem männlichen Gesicht. Von der weiblichen Kopfhälfte geht ein langer dicker Zopf aus, der unten über einem achtkantigen Sockel auseinandergeht und das Doppelhaupt wie eine Säule trägt. Es sind Zeichnungen der MAGNA FIGURA, des “großen Baphomet” der Tempelritter zu Wien. Dr. Wendelin erklärt, unwissende Leute hielten immer wieder einen bocks- oder teufelsköpfigen Engel für Baphomet, ein Irrtum, den Eliphas Lévy im vorigen Jahrhundert aufgebracht habe, nicht wissend, daß dies die verschlüsselte templerische Darstellung der „Ekklesia” sei, also der Kirche, nicht aber Baphomet… Im Hintergrund steht ein stämmiger Mann von Mitte fünfzig. Dieser Mann ist Edward Kolling, polizeilichen Behörden in Europa wie in Übersee ausreichend bekannt, wenngleich ihm noch nie ein Verbrechen unmittelbar nachgewiesen werden konnte. Doch daß Kolling der Kopf einer Organisation ist, die gegen Geld jedem dient und auch alles tut, steht außer Zweifel. Wenn Kolling nie etwas angelastet werden konnte, so mag das auch daran liegen, daß sogar einige westliche Geheimdienste mitunter zu seinen Kunden gehören sollen und er über dementsprechend gute Kontakte verfügt. Das jedenfalls wird in Polizeikreisen gemunkelt. Momentan ist Kollings Kunde eine Vereinigung aus verschiedenen mehr oder weniger geheimen Verbänden und Logen mit mehr oder minder esoterischem Anstrich und sehr viel Geld. Diese Vereinigung fürchtet, eine verborgene Erbengemeinschaft der Tempelritter könne den „großen Baphometen” in Funktion versetzen wie eine magische Apparatur. Wenn dies gelinge, so meinen jene Kreise, werde es zu einer um sich greifenden Schwingung führen, die das gegenwärtige Wirtschafts- und Gesellschaftssystem umstürzen und durch ein idealistisches ersetzt würde, was für die Angehörigen jener Vereinigung und deren Umfeld das Ende all ihren Einflusses bedeuten müßte. Kollings Auftraggeber haben diesem sogar eine “Magierin” an die Seite gestellt, eine Frau namens Sybille, die ihn immer wieder an die angeblich so wichtigen Ziele ihrer Vereinigung erinnert. Kolling kann diese Frau nicht ausstehen, zumal sie ihn womöglich sogar kontrollieren soll. Er glaubt nicht an Übersinnliches, er glaubt allein an das Geld, das ihm für seine Dienste bezahlt wird, und darin äußert er sich auch unverblümt. Jetzt hört er zu, wie Dr. Wendelin von seinem Mitarbeiter immer wieder dieselben zwei Fragen gestellt werden: Wo sich der „große Baphomet” befinden könne und wie zu verhindern sei, daß dessen magische Wirkung sich entfalte. Dr. Wendelin kann die geforderten Antworten trotz angedrohter Gewalt nur zu einem geringen Teil geben. Seinen jüngsten Forschungen zufolge, so sagt er, dürfte der große Baphomet sich in Wien befinden. Dort habe sich nach der Zerschlagung des Ordens in Frankreich und dann überall, dessen letztes Refugium befunden. In Funktion gesetzt werde die Figur durch die ergänzende Aufladung mit speziellen weiblichen Schwingungskräften. Wie das vonstatten zu gehen habe, sei ihm nicht im einzelnen bekannt, so beteuert Dr. Wendelin. Er wisse nur, daß in den alten Schriften stehe, allein die edelste junge Frau mit dem reinsten Geist, und den schönsten Haare könnte die Kräfte der großen Figura Baphomet erwecken. Außerdem, so heiße es, ziehe jener männliche Teil, der dem großen Baphomet bereits innewohne, den weiblichen Teil selbst an. Es habe auch kleinere „Figuri” derselben Form gegeben, die aber so etwas wie Funkgeräte zu den Engeln hätten sein sollen, erklärt Dr. Wendelin. Bei diesen kleinen Figuren, die knapp einen Meter hoch gewesen seien, wäre die zopfförmige Säule hohl gewesen und dafür vorgesehen, einen abgeschnittenen Frauenhaarzopf aufzunehmen, welcher zwei magische Kristalle verbunden habe. Von solch einer Figur sei hier aber sicher nicht die Rede, sondern sicher von der großen Figur, der Magna Figura. Deren Säule sei vermutlich anders gefertigt, und die Figur habe auch eine andere, viel stärkere Funktion. Um sie zu beleben, die Figura also in Funktion zu versetzen, würden der Figura-Braut die Haare nicht abgeschnitten, oder falls doch, so erst später. Da gäbe es unterschiedliche Überlieferungsspuren. Es sei ein sehr schwieriger und viel höherer magischer Vorgang als bei den kleinen Figuri. Durch die Wirkung der großen Figura, betont Dr. Wendelin, könne die Welt verändert werden…!

Jetzt tritt Kolling dicht an Dr. Wendelin heran. Der jüngere Mann, der bisher das Verhör durchgeführt hatte, verfällt sogleich in respektvolles Schweigen. Kolling stellt die gleichen beiden Fragen. Als darauf Dr. Wendelin nicht sofort antwortet, packt Kolling ihn urplötzlich beim Kopf und rammt diesen auf die Tischplatte. Dr. Wendelins Brille zersplittert; er blutet aus der Nase. Kolling wiederholt die erste Frage: Wo der große Baphomet sei oder sein könnte. Und Dr. Wendelin antwortet abermals: Wahrscheinlich in Wien; er glaube, daß sich diese Figur nur etwa ein halbes Jahr in Tempelhof, hier in Berlin, befunden habe, und 1244 heimlich nach Wien zurückgeschafft worden sei, eventuell an einen unbekannten verborgenen Platz unter der Erde in der Nähe des alten Templer-Ordenshauses in der Blutgasse. Kolling stellt nun die zweite Frage. Dr. Wendelin versichert, er wisse nicht mehr als er schon gesagt habe: Es sei eine bestimmte weibliche Kraft für die Aktivierung des großen Baphometen erforderlich. Wahrscheinlich in Gestalt einer jungen Frau mit sehr langen und besonders kräftigen Haaren. Auch die Zopfform der Säule, die das Doppelhaupt trage, könne als ein Hinweis darauf gelten; ja, er sei sich ganz sicher, daß es um die Magna Figura gehe, die große Figura Baphomet. Kolling fragt, was genau unter dem männlichen Teil des Baphometen zu verstehen sei. Dr. Wendelin antwortet, er vermute, ein besonderer Edelstein, wahrscheinlich ein großer Quarzkristall, der gewissermaßen die Wesensschwingungen eines einstigen Kaisers enthalte, vielleicht auch diejenige verstorbener Ritter… Doch das sei lediglich eine Vermutung. Dieser Kristall wäre dann der Träger der männlichen Schwingungen, und die langen Haare der Frau quasi das Medium für die weiblichen… Es gehe ja auch darum, die Wiederkehr der weiblichen Gottheit als Herrscherin des neuen Weltzeitalters einzuleiten… Kolling läßt von dem Wissenschaftler ab und sagt seinem Mitarbeiter, es würde gut sein, wenn Dr. Wendelin dieselben absonderlichen Auskünfte niemandem sonst mehr geben könne. Der junge Mann weiß, was damit gemeint ist. Kolling verläßt den engen Raum. Im Nebenzimmer erwartet ihn eine Frau, die auf der ersten Blick attraktiv erscheint. Sie wirkt elegant, ist ganz in Schwarz gekleidet, und hat glänzende schwarze Haare, die bis auf den Rücken reichen und sich an ihren Enden zu großen Locken ringeln. Auf den zweiten Blick wirken diese Haare unecht oder gefärbt, das tiefe Schwarz ist schwerlich ihre natürliche Haarfarbe, dagegen spricht ihr blasser Teint, und das hübsche Gesicht der Frau ist von steinerner Härte. Trotz einer wohlproportionierten Figur und vordergründiger Schönheit, fehlt dieser sonderbaren Frau die weibliche Ausstrahlung. Diese Frau nennt sich Sybille. Sie spricht zu Kolling mit einer strengen Stimme, die von mal zu mal in einen beinahe herrischen Ton umschlägt. Sie wirft ihm vor, mit seinen banalen Methoden zu viel Zeit zu vergeuden. Sie und ihr Kreis zahlten ihm viel Geld, damit er den großen Baphometen auffinde und vernichte. Das sei alles kein Scherz zum Zeitvertreib. Kolling geht nicht darauf ein, er läßt die elegante, schwarzgekleidete Frau nach einer schroffen Verabschiedung stehen.

Berlin

Eine große Limousine fährt durch das nächtliche Berlin. Die Fahrt führt zum Stadtteil Tempelhof. Der große Wagen biegt in eine Nebenstraße und dann in eine unauffällige Hofeinfahrt. Alles ist dunkel und wirkt verlassen. Der große Wagen fährt direkt durch ein offenstehendes Garagentor. Das Garagentor schließt sich hinter ihm, und in der gegenüberliegenden Wand wird eine Tür geöffnet, hinter der mattes Licht scheint. Der Fahrer des Wagens steigt aus und geht auf die offene Tür zu. Dort begrüßt ihn ein großer hagerer Mann, der sehr alt ist, jedoch äußerst vital wirkt. Dieser Mann ist Lothar von Blanchefort, der “Älteste” der geheimen Erbengemeinschaft der Tempelritter. Offenkundig bringt ihm der Ankömmling hohen Respekt entgegen. Er begrüßt Blanchefort mit der Andeutung einer Verbeugung. Die beiden Männer gehen durch einen gewöhnlichen Keller, bis sie in einen weitläufigen Raum gelangen, dessen hintere Wände bei dem schwachen Licht bloß zu erahnen sind. Der vordere Teil des Raums ist in etwa so ausgestattet wie das Büro des Vorstandsdirektors eines Weltunternehmens. Die einzige erkennbare Dekoration besteht in dem lebensgroßen Bildnis einer Göttin mit flügelartig ausgebreiteten Haaren. Daneben befindet sich in einem Rahmen unter Glas eine sichtlich sehr alte Fahne mit dem Templerkreuz darauf. Auf dem Schreibtisch steht eine kleine Marmorbüste des Kaisers Augustus. Dies ist das Hauptquartier der Erbengemeinschaft der Tempelritter, deren Ahnen einst „Tempelhof” – Berlin – gegründet hatten. Blanchefort läßt sich hinter seinem breiten Schreibtisch nieder und deutet dem Gast an, in einem gegenüberstehenden Sessel Platz zu nehmen. Die Schreibtischlampe ist die einzige Lichtquelle im ganzen Raum. Blanchefort fragt den Mann gegenüber, wie weit die Dinge in Wien gediehen seien. Immerhin lasse ihnen der Gestirnenstand nur noch wenige Tage Zeit. Der Gast sagt, er wisse dies, falls es jetzt nicht gelinge, die Magna Figura zu beleben, dann würde man neun Jahre warten müssen, sofern die dementsprechenden Berechnungen zuträfen. Doch er sei zuversichtlich, alles werde gelingen. Das Haus in der Blutgasse habe er schon vor anderthalb Jahren ankaufen können. Eine genaue Überprüfung der örtlichen Gegebenheiten habe gezeigt, daß sich alles in bester Ordnung befinde. Blanchefort legt die Hände unter dem Kinn zusammen und nickt zufrieden. Nun fragt Blanchefort mit seiner ruhigen, ernsten Stimme, wie es um die Trägerin der weiblichen Kraft stehe. Der Besucher antwortet, auch in dieser Hinsicht könne er Gutes berichten. Die ins Auge gefaßte junge Frau sei so ideal, wie man sie sich geeigneter nicht ausmalen könnte. Der Gast reicht ein Foto über den Tisch, das Blanchefort mit viel Wohlgefallen betrachtet. Seine Miene nimmt dennoch den Hauch eines kritischen Ausdrucks an. Er fragt den Mann gegenüber, ob er dessen Formulierung zu entnehmen habe, die bestimmte junge Frau sei noch gar nicht eingeweiht? So sei es allerdings, bestätigt der Gast; dies solle im richtigen Augenblick geschehen. Blanchefort nickt abermals, doch diesmal ist es eher ein nachdenkliches als ein zustimmendes Nicken. Er ist mit der Lage unzufrieden. Besonders deshalb, weil jene junge Frau sich schnell in großer Gefahr befinden könnte, falls die Gegenkräfte in ihr den kommenden weiblichen Teil der Figura erkennen sollten. Es müsse insbesondere auch ganz sicher sein, daß die junge Dame ihre Haare in der vollen Länge behalte und nicht etwa plötzlich Lust auf einen Friseurgang verspüre. Das ganze Werk hänge jetzt an diesem einen Punkt. Der andere Mann versichert, da bestehe keine Gefahr, das könne er einschätzen. Blanchefort ermahnt den anderen, den er Bruder Walther nennt, sich sehr um die junge Dame zu kümmern, weil von ihr alles abhängen werde. Es würde äußerst schwierig sein, notfalls auf die Schnelle eine andere geeignete Baphometbraut zu finden. Blanchefort behält seinen nachdenklichen Gesichtsausdruck bei.

Wien

Eine kleine freundliche Wohnung in einem Wiener Altbau. Die Sonne eines warmen Nachmittags scheint durch die Fenster. Es ist die Wohnung der neunzehnjährigen Studentin Agnes. Agnes ist noch in ihrem lachsroten Bademantel. Den hatte ihr Walther einmal geschenkt, Walther, der jetzt grade anruft. Ob er in einer halben Stunde kommen könne, um sie abzuholen. “Ja, in Ordnung,” sagt Agnes, sie werde rechtzeitig vor der Tür sein. Agnes legt auf und bindet ihre Haare im Nacken zu einem langen, dicken Schweif zusammen, ungewöhnich und kräftige, reichlich hüftlange Haare, in einem Farbton zwischen Braun und Dunkelblond. Jetzt sind sie frisch gewaschen und gerade getrocknet. Das hatte wieder etliche Stunden gedauert.

Während des Trocknens hatte Agnes die Zeit dazu genutzt, Notizen in ihrem Tagebuch zu ergänzen, wie sie es in solchen Stunden meistens tat. Diesmal steht Agnes’ Tagebucheintragung mit der Ursache dieser Muße dazu in einer direkten Verbindung. Sie schreibt:

Lydia will mich unbedingt malen. Sie sagt, weil sie für ihr neues Bild ein Modell mit so langen Haaren braucht. Es würde ein magisches Bild, und die langen Haare wären an sich magisch. Was für ein Quatsch! Lydia spinnt halt manchmal ein bißchen. Unsere Mutter hat darüber voriges Wochenende wieder einmal ganz anders gesprochen. Sie findet meine langen Haare nicht magisch, sondern nur unvernünftig und unnötig und albern und meint, ich sollte mir endlich eine flotte kurze Frisur machen lassen, die chic aussähe, anstatt daß ich immerzu stundenlang meine Zeit mit dieser Haarpflege vertrödele. Auch ich denke ernstlich darüber nach. Aber erst später, wenn ich anders eingestellt bin, vielleicht… Wenn ich darüber nachdenke, weiß ich nicht einmal genau, warum. Vielleicht hat ja Lydia irgendwie Recht und es ist etwas, was außerhalb des rein Verstandesmäßigen liegt. Ich weiß nicht. Ich halte nichts von ihrem esoterischen Getue. Früher oder später dreht sie noch einmal durch. Von so etwas darf man sich nicht beeinflussen lassen, und sie geht darin ja auf. Aber sie ist halt auch eine Künstlerin, und malen tut sie ja wirklich gut. Mit der sachlichen Seite des Lebens hatte sie es ja noch nie so sehr… Tante Helene spinnt ja auch manchmal, wenn auch auf sehr hohem Niveau. Von ihr könnte Lydia noch eine Menge lernen. Aber gut, Helene ist auch bald 80 und hat alles Mögliche studiert. Aber senil ist sie wahrhaftig nicht, die steckt noch viele in die Tasche, besonders, wenn es um Wissen und Bildung geht, und bei solchen magischen Sachen besonders. Sie und der alte Herr Wiesinger wollen auch nicht, daß ich mir die Haare schneiden lasse. Sie wären wichtig. Für was wichtig? Für Lydias Kunstwerk doch wohl kaum… Er und Tante Helene sind bei dieser merkwürdigen Vereinigung, mit der auch mein Großvater zu tun hatte. Ich weiß bis heute nicht, was. Er hat immer verhindert, daß meine Mutter mir einen Bubikopf schneiden ließ, und eigentlich hat Opa dafür gesorgt, daß meine Haare so lang wurden und auch blieben. Na ja, dann lasse ich mich heute also von Lydia so malen. Irgendwann werde ich schon darauf kommen, ob da eine Bedeutung ist oder nicht, aber eher wohl nicht, ich bin nur blöd.

An die Mühe, die mit der Pflege der langen Haare verbunden ist, hat Agnes sich so sehr gewöhnt, daß ihr der Aufwand ganz natürlich vorkommt. Sporadische Anwandlungen, es der Mühe doch zuviel zu finden, sind selten. Agnes ist groß und von biegsamer Schlankheit. Eine außergewöhnlich schöne junge Frau, wie schon Homer sie mit Freuden besungen haben würde. Die langen Haare tragen zu dieser Schönheit viel bei, das weiß Agnes sehr wohl, auch wenn sie einen kurzen Haarschnitt eleganter fände. Vor vielen Jahrhunderten war ein normannischer Ritter unter ihren Vorfahren gewesen. Doch davon ahnt die junge Agnes nichts. Eines aber war von klein auf tief in ihrem Empfinden verankert, auch wenn es nur manchmal für Augenblicke kommt: Das Gefühl, nicht ganz der gegenwärtigen Zeit anzugehören, sondern gleichzeitig einer anderen, längst vergangenen Epoche. Ungeachtet ihres naturwissenschaftlichen Hauptstudienfachs Chemie, kann Agnes eine romantische Ader in ihrem Wesen nicht verleugnen. Sie führt auch ein Tagebuch, und die gerahmte Radierung von E. T. A. Hoffmann hängt bei ihr nicht wahllos an der Wand. Ihre ältere Schwester Lydia ist Malerin geworden und fühlt sich der Wiener Schule des phantastischen Realismus besonders verbunden. Irgendwie muß es in der Familie liegen: Der Vater ist Bratschist bei den Wiener Philharmonikern, und ihre Mutter schreibt nebenbei Fortsetzungsromane für Zeitschriften. Agnes bindet noch einmal das Band fester, das ihre schweren Haare nie sonderlich stramm zusammenhalten will. Sie sind nun wirklich sehr lang. Früher hatte sich Agnes hin und wieder von Lydia die Spitzen nachschneiden lassen. Aber es tat ihr jedes mal weh, und darum war es schon seit Jahren nicht mehr geschehen. Das war immer solch ein innerliches Hin-und-hergerissensein. Mittlerweile sind ihre Haare so lang und so schwer, daß sie sich nicht mehr aufstecken lassen. Schweif oder Zopf bleiben die einzigen möglichen Frisuren. Vielleicht, denkt Agnes, sollte sie doch eine Schere heranlassen, wenigstens ein bißchen, wenn schon keine elegante kurze Frisur. Agnes macht ihre Haare wieder auf und kämmt sie sich vor ihrem großen elliptischen Spiegel. Sie sind auf ganzer Länge dicht und schön und glänzen wie matt poliert. Agnes liebt das Gefühl, die schweren Haare auf der bloßen Haut zu spüren, auf der jetzt ein Hauch von Sonnenbräune liegt. Agnes zieht den Bademantel aus und genießt dieses Gefühl auf ein paar Augenblicke. Das Spiegelbild zeigte ihr eine außergewöhnlich schöne Frau. Agnes weiß sich diesbezüglich einzuschätzen, ohne deshalb eitel oder gar überheblich zu sein. Sie schließt die Augen und legt den Kopf in den Nacken. Am liebsten würde sie so stehen bleiben und Träumen nachgehen. Doch das geht heute nicht. Agnes bindet ihre Haare wieder zusammen und zieht sich an. Der Rock ist wadenlang, von ihren Beinen wird Agnes heute nicht viel zeigen. Dafür bietet die Bluse einen schönen Ausschnitt. Diese Aufmachung würde von ferne an spanische Folklore erinnern, wären die Farben nicht in hellen Pastelltönen gehalten. Agnes wirft einen Blick auf die Uhr und verläßt ihre Wohnung.

Unten wartet ein großer dunkelblauer Mercedes. Am Steuer sitzt Dr. Walther Goethinger-Wergenheim. Er entstammt einer alten Beamtenfamilie und hat es inzwischen auch schon zu einer leitenden Stellung gebracht. Trotzdem würde er sich seinen aufwendigen Lebensstil nicht leisten können, hätte er nicht schon aus Norddeutschland eine erhebliche Erbschaft gemacht. Walther ist gut doppelt so alt wie Agnes. Dennoch herrscht zwischen ihm und ihr ein besonders vertrautes Verhältnis, daß wohl allein aus einem Grunde bei einem rein freundschaftlichen bleibt: Walther ist mit Agnes´ älterer Schwester Lydia verlobt. Trotzdem hat es mitunter den Anschein, als würde Walther sich viel lieber Agnes zuwenden. Agnes fördert diese Tendenz jedoch in keiner Weise, obschon sie Walther gern mag. Außerdem hat sie einen lieben Freund, Gerold, der allerdings jetzt die meiste Zeit in Brüssel bei der EU zutun hat. Agnes steigt zu Walther in den Wagen. Die Fahrt geht in die Blutgasse. Dort hat Lydia ihr Atelier. Heute soll ihr Agnes ja für ein neues Gemälde Modell sitzen. Sie brauche sie unbedingt, wegen ihrer langen Haare, das hatte Lydia heftig beteuert, und Agnes sagte schließlich zu, sich also von ihrer Schwester malen zu lassen. Gern tat sie das nicht, mochte Lydia aber auch nicht kränken. Walther hält vor dem Haus von Lydias Atelier. Agnes verspricht, sich nach der Malereisitzung mit ihm und Lydia zum Essen zu treffen, gegen Neun Uhr in den „Drei Husaren”. Walther fährt weiter, und Agnes geht in das Haus.

Fast zur selben Zeit hält beim Haus gegenüber ein Taxi. Kolling steigt aus. Er blickt um sich, als wolle er prüfen, ob ihn jemand beobachte. Er faßt nach der Türklinke – es ist offen. Kolling verschwindet in dem gegenüberliegenden Haus, dem ehemaligen Ordenshaus der Tempelritter.

Lydia erwartet ihre Schwester schon in ihrem Atelier und begrüßt sie mit lebhaften Gesten. Sie zeigt ihr sofort das schon teilweise fertige Bild. Es ist großformatig und erinnert sehr an den Baphometen, dargestellt in einem goldenen Oval über einem großen Baum, der in rossroter Blühte steht. Die männliche Kopfhälfte ist fertig, ebenso der Hintergrund. Der weibliche Kopfteil und der lange Zopf, der das Doppelhaupt trägt, sind erst vage skizziert. Lydia erklärt, dieses Motiv sei ihr durch eine Inspiration gekommen. Lydia beschäftigt sich seit Jahren mit allen möglichen esoterischen Dingen, und das spiegelt sich auch in zahlreichen Dekorationselementen in ihrer Atelierwohnung wieder. Räucherstäbchen glimmen irgendwo, chinesischer Tee wird trotz dünnwandiger Porzellantassen allmählich kalt. Auch Rotwein mit zwei Gläsern steht bereit. Das männliche Gesicht des Gemäldes ist streng und schön. Agnes meint, Lydia solle doch als die weibliche Hälfte ihr eigenes Gesicht malen. Lydia widerspricht, das gehe nicht, weil es nicht „stimmen” würde. Bei einem magischen Bild, wie sie ihr neues Werk nennt, sei das aber ausschlaggebend. Agnes habe die richtige Haarlänge, darum werde mit ihr das Bild stimmen. Sie bittet Agnes, sich auf einen zweckentfremdet dastehenden Barhocker zu setzen und ihre Haare aufzulösen. Agnes tut es und scherzt, die seien schon so lang, daß sie sich auf sie setzen könne. Lydia sagt, für ihren Zweck sei das jetzt genau richtig, aber nachher könnte sie ihr die Haare ja abschneiden, falls sie das wolle. Agnes will das ganz und gar nicht, erzählt aber, daß sie erst vorhin darüber nachgedacht hätte. Lydia meint, ein Stück könnte Agnes sich ruhig abschneiden lassen, so daß sie sich nicht mehr auf die Enden setzen muß. Agnes möchte nun aber nicht einmal das. Gut, meint Lydia, wenn sie das nicht wolle, solle sie auch nicht klagen, sondern sich vor der linken Schulter einen Zopf flechten, denn so möchte sie sie malen. Sie erklärt genau, wie der Zopf liegen muß und wie Agnes den Kopf halten soll. Agnes tut alles so, wie Lydia es haben möchte. Sie fühlt sich dabei nicht besonders gut, läßt sich das aber nicht anmerken. Lydia hatte nun einmal darauf bestanden, Agnes müsse ihr für dieses neue Gemälde unbedingt Modell sitzen, und nun geschieht es so.

Das-Mysterium-der-grossen-Figura

Das Mysterium der Magna Figura des „Großen Baphometen”

Warum erscheint dieser Artikel in der Rubrik ‚Ausblick’: Zum einen, weil gleichsam zu vermelden ist, daß der Wiederherstellungsversuch einer Kleinen Figura bislang nicht geglückt ist und – aus noch zu schildernden Gründen -; zum anderen, weil sich mit der Eventualität der Existenz dieser Figur eine in die Zukunft gerichtete Hoffnung verbindet. Schon manche Kundige suchten darum nach ihr, vom Mittelalter über die Renaissance bis in die jüngste Gegenwart. Betrachten wir die Magna Figura daher heute auch aus diesem Blickwinkel.

Vielleicht ist es eines der allerletzten großen Geheimnisse – und gleichsam eine verborgene Hoffnung auf voranbringende Kraft für die neue Zeit und das Neue Reich: Die MAGNA FIGURA. Der Mythe nach ist sie das höchste und über lange Zeit unergründlich gebliebene Vermächtnis der geheimwissenschaftlichen Tempelritter. Doch was wissen wir tatsächlich von dieser machtvollen magischen Apparatur?

In der Rubrik ‚Rückblick’ sprechen Archivtexte darüber, soweit dies möglich ist.

Diese und weitere Quellen, unter ihnen durchaus stichhaltig-historische, berichten an einzelnen Stellen in vager Form von einer doppelgesichtigen Figur. Die meisten Hinweise beziehen sich aber aller Wahrscheinlichkeit nach auf einige der kleinen Figuri, die gewissermaßen als Modelle der großen Figura dienten. Nur einzelne besaßen wohl auch magische Funktion, wenigstens ein paar solcher hat es gegeben. Von der großen, der Magna Figura gibt es in den erhaltenen und zugänglichen Texten der Templerprozesse nichts. Diese fanden in Frankreich statt, und dorthin gelangte die Magna Figura sicher nicht mehr, falls sie überhaupt dorthin gebracht werden sollte. Möglicherweise ist dies aber nie vorgesehen gewesen, der Standort, und somit der Ort, von dem ihr Wirken ausgehen sollte, war vermutlich entweder Wien oder ein Platz im heutigen Niederösterreich. Das alles liegt aber im Ungewissen, obschon Spuren zu zwei Burgen in Niederösterreich führen, die beide heute Ruinen sind.

Was es aber mit der Magna Figura auf sich hat, die auch als „der große Baphomet” bezeichnet wurde, liegt zu einem erheblichen Teil im Dunkel des Ungewissen, auch wenn einige Hinweise diesbezüglich in zwei Archiven vorhanden sind.

Bis zum Jahr 1982 hatte sich niemand mehr näher mit diesem Motiv befasst, und wenn nicht zwei junge Wienerinnen diese Geschichte entdeckt und zurück in das Bewusstsein besser unterrichteter Personen gebracht haben würden, wäre die Große Figura womöglich ganz in Vergessenheit geblieben (auch der N.O.V. schöpfte seine Inspiration in Sachen große Figura zuerst aus dieser Quelle).

Wenn das Motiv Magna Figura also wieder gegenwärtig wurde, erneut nach langer Zeit, so vielleicht allein wegen der Mythe um die „Braut der Figura”, die zu jener romanhaften und doch nicht bloß erfundenen Erzählung, die unter dem Titeln, „Die Braut des Baphometen”, bzw. „Die Baphometbraut”, in begrenztem Umfang veröffentlicht wurde. Wir sprechen jetzt von jener im Kern wahren Episode, die in diese phantasievolle Geschichte gebracht wurde, welche manchen von Ihnen bekannt sein dürfte (wir werden diese Geschichte, durch Auszüge aus Agnes’ Aufzeichnungen angereichert, in CN in Fortsetzungen bringen, da sie vieles enthält, was mehr als romanhaft ist).

Es war der Wunsch von Agnes, daß auf der Grundlage ihrer tagebuchähnlichen Aufzeichnungen sowie jener fiktiven Ergänzungen, die sie mit Hilfe eines erfahrenen Okkultisten skizziert hatte, eine lesefreundliche Fassung geschrieben werde. Darum bat sie R.E, der auch den Roman Z-Plan schrieb. Dabei ist die Darstellung der magischen Dinge um die Magna Figura in einer Weise gewählt worden, wie sie am anschaulichsten und zugleich freundlichsten zu sein schien; auch eine andere Sichtweise wäre aber möglich. Die gewählte fand jedoch auch die Zustimmung der eigentlichen Urheberin. Durch die inzwischen vorgenommenen Ergänzungen werden aber beide möglichen Sichtweisen greifbar. Welche die richtige ist, läßt sich nach gegebenem Wissensstand aber tatsächlich nicht sagen.

Im folgenden gehen wir nun sowohl von der Kenntnis der im ‚Rückblick’ enthaltnen Archivtexte aus, wie auch zumindest vom grundsätzlichen Kennen der romanhaften, aber eben nicht bloß erfundenen, Geschichte von der „Braut des Baphometen”. Das müssen wir tun, weil sich das folgende sonst nicht in einen vertretbaren Umfang fassen ließe.

Nachdem durch die Geschichte von der Braut des Baphometen die Magna Figura also auch in Kreisen kenntnisreicher Menschen wieder in den Vordergrund des Bewusstseins gerückt worden war, entfaltete sich zeitweilig eine gewisse Aktivität in der Bemühung, die Figur, die noch existieren könnte, zu finden. Bis dahin war über diese magische Apparatur höchstens hin und wieder ohne Bezug zur Gegenwart gesprochen, ja, auch manchmal über das nötige Ritual diskutiert worden. Bei einer solchen Gelegenheit drang in Wien die Kunde über die Figur ja auch zu den beiden jungen Damen. Für die Annahme, daß sich die Figur tatsächlich im Besitz eines gewissen Wiener Kreises befinde, spricht nichts, auch wenn Agnes es später einmal für möglich hielt, daß dem sehr wohl so sei. Das Vorhandensein einer dekorativen aber ungenauen Nachbildung ersetzt jedoch das Original nicht.

Mitte der 1990er Jahre gelang Freunden aus dem NRW-Kreis sodann ein Fund, der ebenso unerwartet wie verblüffend war: In einer der zwei in Frage kommenden Burgruinen in Niederösterreich entdeckten sie einen mit Zeichen versehenen Stein (mit Rücksicht auf Wiener Wünsche bilden wir diesen nicht ab). Der Stein hatte sich in einem der drei Türme befunden. Es müsste drei solcher Steine geben, in jedem Turm einen. Der Verfall der Burg ist jedoch weit vorangeschritten, so daß es als unmöglich gelten muß, auch die beiden weiteren mit Zeichen versehenen Steine zu finden. Alle drei zusammen dürften, durch Darstellungen von Gestirnpositionen, Wegweisungen zu einem Ort bieten, an dem die Magna Figura versteckt sein könnte.

Wo sich diese gegebenenfalls befindet, liegt aber nach wie vor im Dunkel. Es erscheint jetzt aber immerhin möglich, daß keiner der bis dahin angenommenen Orte der zutreffende ist. Möglicherweise deutet die Richtung eher nach Thüringen, was jedoch auch als sehr vage und ungewiß genannt werden muß. Alles, was sich wohl sagen lässt, ist, daß der Standort, bzw. Lageplatz, sich im Nordwesten von Wien befinden dürfte, bzw. daß das Versteck der Figur irgendwo dort angelegt wurde.

Selbst wenn dem so wäre, würde das noch nichts dazu aussagen, ob es nicht in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts dem Ordo Bucintoro gelang, die Figur zu finden. Falls ja, so könnte sie nach Venedig gebracht worden sein. Wahrscheinlicher aber wäre die Gegend von Luzern, wo, am Fuße des Pilatus-Bergs, der Ordo Bucintoro eine streng geheime Niederlassung errichtet haben soll, was höchstwahrscheinlich auch stimmt. Hätte der Ordo Bucintoro die Magna Figura gefunden, so wäre sie heute wahrscheinlich dort in der deutschen Schweiz.

Vieles spricht aber dafür, daß die Figur damals nicht gefunden wurde, sondern lediglich gute Hinweise auf deren Beschaffenheit. Jene große Figura, die in Venedig gesehen worden sein soll, dürfte also eine Nachbildung des Originals sein, denn dieses, wie bereits gesagt, würde, dem Konzept des Ordo gemäß, auch kaum nach Italien, sondern in den Raum von Luzern gebracht worden sein. Eine eventuelle Kopie, wie sie möglicherweise noch in Italien besteht, würde naturgemäß nicht die beiden magischen Steine, bzw. Kristalle, enthalten. Einer von diesen, der Garil (Gral) dürfte in Wien versteckt gewesen sein, vielleicht auch in der Gegend des heutigen Klosterneuburg; der zweite, der Ilua (der Isais-Stein), wird im Untersberg liegen.

Nun ist allerdings nicht gesagt, ob unbedingt diese beiden speziellen Steine für die Funktion der Figur erforderlich sind. Möglicherweise würden auch andere, nach Form, Farbe und Größe ähnliche, den Zweck erfüllen, also oben ein Amethyst und unten ein Bergkristall. Man weiß das einfach nicht, es erscheint jedoch logisch, denn die kleinen Figura waren ja auch durch solche Mittel funktionstüchtig, wenn auch natürlich nicht in der großen Stärke, wie die von der Magna Figura erwartet wird.

Die Bezugnahme auf den Gral könnte sehr wohl auch in erster Linie auf das Gefäß des Ulkama Abga zurückgehen, welches dieser König von Edessa Jesus Christus geschickt hatte und in das später der magische Stein zur Aufbewahrung gegeben wurde. Der Beschreibung nach kann es sich bei diesem Stein durchaus um einen Bergkristall handeln; und was den Stein der Isais anbelangt, kann dieser ein Amethyst sein, zumindest prinzipiell. Die Bezeichnung Schwarzer Stein ist ja eine Vereinfachung, er hieß ursprünglich schwarz-lila Stein, könnte also ein sehr dunkler Amethyst sein, wofür viel spricht (ein amerikanischer Forscher auf verwandten Gebieten hat ermittelt, daß ein Amethyst umso schwingungsstärker wirkt, je dunkler, d.h. je eisenhaltiger, er ist).

Bezüglich der Innenausstattung der Figura besteht aber noch weitere Ungewissheit. Tatsächlich ist an einer Stelle eines Papiers von einer sehr schmalen Bohrung durch die zopfförmige Säule die Rede, welche das Doppelhaupt und den Sockel verbindet. Demzufolge könnte in die große Figura kein Frauenzopf eingefügt werden, also anders als es bei den bekannten kleineren Figuren der Fall war; manche von diesen enthielten ja sogar zwei Frauenzöpfe. Die Säulen waren dort hohl.

Wenn dies bei der Magna Figura nicht so war, die Säule also nicht hohl gewesen ist, sondern lediglich eine dünne Bohrung aufwies, so würde die Schilderung in der Geschichte von der Baphometbraut richtig sein. Das erwähnte Papier ist aber nicht sicher aus der Zeit, und seine Beschreibung auch verschieden auszulegen. Da nun der Isais-Aspekt bei der großen Figura eine wesentliche Rolle gespielt hat und die, auf diese zurückreichenden Figuri hohl und mit Frauenzöpfen gefüllt waren, welche die beiden Steine verbanden, muß es im Grunde als wahrscheinlich gelten, daß auch die Magna Figura so aufgebaut war; denn zweifellos boten die kleineren Figuri die Vorlage für die große Figura. Manches spricht also dafür, daß die Belebung der großen Figura weniger malerisch vor sich gehen würde als in der Geschichte von der „Baphometbraut” beschrieben. Möglicherweise würde ihr der Zopf abgeschnitten und dann in die Figur eingefügt werden. Bedenkt man, daß ähnliche Motive in diesem gesamten magischen Bereich vorkommen, ist diese Eventualität wohl doch nicht auszuschließen.

Es gibt sogar die Auffassung, daß das magische Erscheinen des Kaisers Augustus nur eine Verschlüsselung sei. In Wirklichkeit wäre damit etwas ganz anderes gemeint, nämlich daß die Baphometbraut selbst, in ihrem neuen Erscheinungsbild als Isais, die Herrscherin des neuen Äons sein werde. Diese Anschauung kommuniziert wiederum mit der Isaisweg-Magie, welcher manche kenntnisreichen Menschen eine hohe Bedeutung beimessen, während andere, die ebenfalls vieles wissen, diesen Punkt für weniger wichtig halten. Auf jeden Fall hieße dieser Vorgang nicht, daß die Frau, die Baphometbraut, zum Kaiser, also zu einem Mann würde, sondern sie bliebe Frau und würde zu einer Art Inkarnation der Isais, welche – im Jenseits! – auf jenseitige Weise die Verbindung mit dem jetzt im Jenseits lebenden Augustus einginge. Für diese zunächst sonderbar klingende Vorstellung kann sprechen, daß im Neuen Zeitalter die weibliche Kraft dominieren soll, also vielleicht eine Kaiserin statt eines Kaisers. Dabei spielt jedoch sicherlich viel Phantasie mit. Fundiert ist dies ebensowenig wie die Idee vom Wiedererscheinen des Augustus, vermutlich ist in alledem nur symbolistische Hinzudichtung zu sehen. Soweit einigermaßen zuverlässige Überlieferung zum Motiv der Magna Figura besteht, ist deren Funktion, den Alphastrahl auszusenden, um die Schleuse des göttlichen Lichts (ggf. die ‚Schwarze Sonne’) zu öffnen. Dies soll dadurch bewirkt werden, daß die „Braut” die Figura „belebt”. Wie dies im einzelnen vonstatten zu gehen hätte, wissen wir nicht, dazu gibt es, wie soeben skizziert, verschiedene Auffassungen.

Somit darf die bisherige Vorstellung von der Belebung („Eröffnung”) der Magna Figura sicherlich beibehalten werden (auch wenn Agnes inzwischen meint, daß der Vorgang ein anderer wäre). Sollte die Figur gefunden werden, würde sich zeigen, was richtig ist, ob die zopfförmige Säule hohl ist oder nur eine dünne Bohrung aufweist, denn daran wäre leicht zu erkennen, was vonnöten ist.

Es gibt eine Menge an Ungewissheiten und auch Ungereimtheiten in den oft vagen und mitunter bizarr wirkenden fragmentarischen Überlieferungen zu diesem Thema.

Zu den diesbezüglichen Ideen aus jüngerer Zeit gehört auch die, zwischen 1940 und 1944 sei versucht worden, die Magna Figura – oder eine Nachbildung von dieser – auf der Wewelsburg in Betrieb zu nehmen. Tatsächlich gibt es einiges, was dafür als Anhaltspunkt gelten kann. Daß die Originalfigur dort zur Verfügung gestanden habe, ist aber mehr als unwahrscheinlich (zum Aspekt Wewelsburg finden Sie in ‚Rückblick’ die Zusammenfassung eines Archivtextes).

Bisher bestand die Annahme, die Überlieferung der Ausmaße und Proportionen der Figur sei ausreichend genau, um danach de facto eine funktionsfähige Nachbildung herstellen zu können. Das Geheimnis ihrer Funktion kann ja schwerlich in der äußeren Form liegen, vielmehr müssen es die Abmessungen und Proportionen sein – sowie selbstverständlich auch taugliche Innenbestandteile – durch welche die angenommene Funktion ausgelöst wird. Auch wenn diese Annahme richtig ist, wäre sie doch bloß dann hilfreich, wenn eben alle nötigen Maße etc. genau bekannt wären. Da dies offenbar nicht der Fall ist, wie ja auch über den Innenaufbau keine Klarheit besteht, könnte also wohl doch allein die Originalfigur zum Ziel führen. Angenommen, diese würde zu finden sein, so ginge es als nächstes um passende Nachbildungen der Steine sowie dann darum, die geeignete „Braut” zu finden. Besonders letztere Aufgabe dürfte sich äußerst schwierig gestalten, doch es wäre immerhin nicht unmöglich. In den noch aktiven Maka’ara-Kreisen gäbe es sicher junge Frauen, die zumindest die äußeren Bedingungen erfüllen könnten, also den Zopf in notwendigen Ausmaßen. Sofern die in der Geschichte vorausgesetzte Form der „Belebung” der Figura zutreffend ist, würde diese also möglich werden. Die „Braut” muß aber nicht nur die äußerlichen Voraussetzungen mitbringen, sondern auch die wesensmäßigen. Auf keinen Fall könnte man für diese Aufgabe etwa jemanden gegen Honorar engagieren. Den Punkt „Baphometbraut” zu lösen würde also vielleicht schwierig werden. Aber, wie gesagt, nicht unmöglich. Da die Art des Anvisierens der magischen Sonne das einzige ist, worüber Klarheit herrscht, müsste dann nur noch ergründet werden, ob dies von einem bestimmten Standort aus geschehen muß und falls ja, von welchem. Dennoch: Mit dem nötigen Einsatz und sicherlich auch Geduld wäre es höchstwahrscheinlich möglich, die Figura in Funktion zu versetzen – wenn man sie erst einmal hätte!

Wir werden auf dieses Thema gegebenenfalls noch mehrfach zurückkommen, sofern sich zeigt, daß Interesse daran besteht, denn dies soll ja von nun an immer mitbestimmen, womit wir uns bei CN im Netz eingehend beschäftigen.

Selbstverständlich gilt in dieser Angelegenheit, wie so oft, daß Dinge sich fügen können, mit denen man rein per ratio nicht rechnet. Warum sollte es ausgeschlossen sein, die Figur aufzufinden, wenn viele mitdenken? Nichts ist ausgeschlossen!

Es gibt allerdings einen Aspekt, den wir nicht vergessen dürfen: Diese Figur hatte – oder hat – einen sehr hohen Materialwert! Die Tempelritter waren bekanntlich sehr, sehr reich; und das galt auch, wenn man nur den Teil des Ordens nimmt, der in Deutschland und Italien vorherrschte. Die meisten Schiffe aus dem Orient legten in italienischen Häfen an. Die ersten Depots befanden sich daher meistens dort. Doch selbst wenn wir allein die Tempelhöfe von Augsburg (die Fuggerstadt!), Wien, Genua, Venedig und Florenz betrachten, so waren das einige der reichsten Städte der Welt. Kurz gesagt: Für ihr höchstes magisches Heiligtum konnten die Templer der geheimwissenschaftlichen Sektion fast unermessliche Schätze einsetzen: Gold und Juwelen, beinahe unbegrenzt. Sollte diese Figura also doch schon gefunden worden sein, und das von Unberufenen, so wäre sie sicher ganz einfach zu „Geld” gemacht worden – ähnlich wie die Kunstschätze der Inkas und Azteken; und dieser Vergleich ist nicht unbedacht angeführt, denn dort wie hier handelte es sich aus der Sicht jener Zeit um „heidnische Machwerke”, die schon deshalb zu vernichten seien. Hätte beispielsweise die Kirche die Magna Figura gefunden, so wäre dieser Fund sicher verschwiegen und zum einen Teil zu „frommen” Werken umgeschmiedet sowie zum anderen verscheuert worden (um es einmal so eindeutig zu sagen). Es ist zwar nicht wahrscheinlich, aber auch nicht undenkbar, daß die große Figura solch ein Schicksal erlitt. Neben der wohl höchsten Wahrscheinlichkeit, die immer noch ist: Die Magna Figura schlummert still und unbeschadet in ihrem Versteck, könnte der sagenhafte, aber nicht erfundene, Geheimschatz von Kaiser Rudolph II. sein. Über diesen gibt es viele Gerüchte. Das häufigste besagt, er sei während einer Verlegung im Dreißigjährigen Krieg in der Donau versunken.

Wie dem immer auch sei: Die Spuren sind vage, aber es gibt welche. Und das – nicht um des Materialwertes willen, sondern wegen der womöglich in der Tat aus dieser Figur zu entfachenden Kraft für das Neue Zeitalter und das Neue Reich – das macht es der Mühe wert, sich damit zu befassen. Offenliegende Hinweise wird man kaum irgendwo finden, wohl aber mittelbare, Andeutungen, Mosaiksteine, die zusammen ein zielführendes Bild ergeben, je zahlreicher sie werden. Ob einem bei dieser Suche einer der unsterblichen Ritter der heiligen Schar begegnen würde, vielleicht in neuzeitlicher Gestalt, oder auch eine der ebenso unsterblichen Zauberinnen, diese Wesen, die „weiterschreiten durch alle Zeiten ohne zu altern” – das mag im Reich des Phantastischen bleiben, aber: Wer weiß – nichts ist unmöglich. Boho-doho-nor.

Doch auch ohne dies bietet all das, was an Wissens- und Erkenntnisgewinn in den Angelegenheiten um die Magna Figura steckt, ausreichend Ursache, sich ein wenig näher mit ihr zu befassen und mit dem, was von ihr ausstrahlt.

Im Anschluß an diesen Text finden Sie die Einleitung und den ersten Teil der Erzählung „Die Baphometbraut”. Die Wiedergabe ist vollständig. Nur die ergänzenden Tagebuchauszüge sind an einigen Stellen gestrafft worden.



Aldebaran Debatte
April 15, 2008, 10:26 PM
Filed under: Aldebaran Debatte | Tags:

Aldebaran-Debatte

Zur Aldebaran-Debatte

( Archivtext )

In der Zeit zwischen 1919 und 1923, als die ersten ausführlichen Texte der „transmedialen Kommunikation”, der „Gedankenpost”, von Maria O. und Traute A. vorlagen und mit Hilfe von Peter Jensen hinsichtlich ihres linguistischen Hintergrunds analysiert worden waren, entspann sich innerhalb der betreffenden Kreise eine Debatte, die ab 1924 nicht intensiv weitergeführt wurde, obschon sie nie zu einem definitiven Resultat hatte führen können.

Die Frage, um die es dabei ging, lautete: Ist jenes „Aldebaran”, mit dem die Verbindung besteht, resp. bestand, eine diesseitige Welt im Sonnensystem Aldebaran und die Kommunikation somit eine telepatische – eine „Gedankenpost” – oder handelt es sich bei alledem um eine jenseitige Welt, was zugleich hieße, dass es sich um eine mediale Kommunikation handeln würde.

Nach altem Glauben liegen hinter den Sternen die Eingänge zu den Welten der Götter (was später zu dem Missverständnis führte, anzunehmen, die Alten hätten die Gestirne selbst für Götter gehalten). Es wäre also durchaus denkbar, dass hinter dem diesseitigen Stern Aldebaran der Eingang zu einer jenseitigen Welt liegt.

Die Mehrheit der Hochgebildeten des Kreises neigte dieser zweiten Möglichkeit zu, anfänglich auch Maria; allein Traute ist von Anfang an davon überzeugt gewesen, dass es sich bei ihren Kommunikationspartnern um diesseitig lebende Menschen auf einem Planeten im Sonnensystem Aldebaran handle. Diese Auffassung machten sich schließlich alle „Vril”-Damen zueigen – mit Ausnahme von Gudrun, wovon gleich noch die Rede sein wird.

Bis in die 1940er Jahre hinein bestand bei den „Ältesten” der Gemeinschaft eine Auffassung, die auch heutzutage noch nicht widerlegt ist. Dieser Auffassung nach gibt es Leben allein auf der Erde. Alles was sonst im Kosmos besteht, ist notwendig, damit sämtliche Schwingungen und Schwingungskonglomerate sich dergestalt auswirken können, dass auf der Erde jene demnach einzigartigen Bedingungen herrschen, die Leben ermöglichen. Das oft zu hörende Argument, es sei unlogisch, in dem riesigen Kosmos ausschließlich auf der Erde Leben anzunehmen, ist damit hinfällig, da eben gesagt wird, alles das sei nötig, damit die Verhältnisse auf Erden so sein können wie sie sind. Und in der Tat, bisher gibt es keinen einzigen wirklich konkreten Hinweis darauf, dass auch auf anderen Planeten dieses Kosmos’ Leben existiert, zumindest kein intelligentes. Dafür spricht auch, dass wir noch nie irgendwelche Radiosignale empfangen haben, die wir aber empfangen müssten, wenn irgendwo in der ferne, auf einem der sehr alten Sonnensysteme, intelligente Lebewesen existierten. Gerade das Argument der schier unendlich erscheinenden Menge an Gestirnen ganz unterschiedlichen Alters müsste gleichsam dafür sprechen, dass wenigstens einer der von den Verfechtern des Glaubens an außerirdisches Leben angenommenen bewohnten Planeten schon seit Jahrtausenden so weit in der Technik fortgeschritten ist, dass uns irgendwelche Radiosignale hätten erreichen müssen, die zu empfangen dann ein Leichtes wäre. Das Gegenargument, die Schwarzafrikaner hätten ja auch keine Radiotechnik entwickelt und dies alleine auch kaum vermocht, kann auch nicht als Argument gelten; denn das Argument der großen Masse an Gestirnen, also der Mannigfaltigkeit, würde sich selber entkräften, wenn in den Weiten des Alls zwar Leben bestehen sollte, aber ausschließlich von Wesen, die uns an Intelligenz unterlegen seien. Einfach gesagt: Es spricht durchaus nichts gegen die Annahme, jenes Aldebaran-Sumi der „transmedialen” Kommunikation sei in Wahrheit eine jenseitige Welt. Denken wir dazu nur einmal an jene Stelle im Karthager-Buch, die schildert, wie Wesen des Jenseits mit „kühnem Gerät” durch jenseitige Gefilde „fliegen”, so können auch die durch mediale Mitteilungen geschilderten Bilder durchaus aus dem Jenseits stammen, bloß, dass wir Menschen diese auf unsere Weise ausdeuten!

Diese Überlegungen haben aufgrund von Notizen der in den 1930er Jahren diesbezüglich widerspenstigen Gudrun erneut Aufmerksamkeit erweckt.

Sie hat stets die Meinung vertreten, dass der bewusste Kontakt, der zu einer jenseitigen Welt sei, nicht zu einer diesseitigen. Demzufolge müsste die Kommunikation, die dann keine telepatische, sondern eine rein mediale wäre und also nichts mit stofflicher Umformung zutun hatte, auch ohne sehr lange „Haar-Antennen” möglich sein, was Maria und alle anderen Damen des Kreises für unmöglich erklärt hatten. Gudrun machte die Probe aufs Exempel und ließ sich ihre Haare kurz schneiden. Dies hätte damals fast zu ihrem Ausschluss aus der Gemeinschaft geführt (das Verhältnis zu Leonas Isaisbund, der ebendiese Auffassung vertrat, verbesserte sich erst später). Doch es zeigte sich, dass die Kommunikation trotzdem funktionierte, wenn auch nicht so perfekt wie namentlich bei Traute und Sigrun, die aber auch als die stärksten „Gedankenpostlerinnen” galten. Ob dies aber mit ihren besonders langen Haaren zusammenhing, wie angenommen wurde, ist nicht mit absoluter Gewissheit zu sagen, kann aber doch als wahrscheinlich gelten. Für die Diesseits-Jenseits-Transformierung von Materie dürfte es auf alle Fälle von Wichtigkeit sein. Man geht davon aus, dass es sich dabei ähnlich verhält wie es durch gewisse hochmagische Handlungen bekannt ist (siehe etwa das Prinzip der Belebung der Magna Figura etc., in adaptierter Form, aber auch bei den Isais-Magieprinzipien). Bezüglich der „transmedialen Kommunikation” (oft auch Gedankenpost genannt) indes könnte Gudruns Experiment für etwas anderes sprechen, woraus resultieren würde, daß jenes bewußte „Aldebaran” – vielleicht wirklich eine Welt des Jenseits ist, sich also nicht im diesseitigen grobstofflichen Kosmos befindet?

Wir haben keinerlei gesicherte Zeugnisse über außerirdisches Leben, auch was im Zusammenhang mit dem „Vril-Projekt” zur Verfügung steht, kann die Frage, die wir hier abermals aufgeworfen haben, keineswegs schlüssig beantworten. Im übrigen ist bei alledem zu bedenken, daß die Bewohner einer hochstehenden jenseitigen Welt die Materietransformierung sicherlich beherrschen dürften, womit die Beurteilung, mit was für einer Welt wir es womöglich zu schaffen haben, noch schwieriger wird. Auch die Bezugnahme auf frühe geschichtliche Epochen auf der Erde, etwa Sumer und Babylon, von denen in „transmedialen” Texten die Rede ist, muß der Eventualität einer jenseitigen Welt, einem „Aldebaran hinter Aldebaran”, durchaus nicht widersprechen. Sehr leicht kann hier etwas missverstanden worden sein: In einer jenseitigen Welt leben ja ganz wesentlich ehemalige, verstorbene Erdenbewohner!

Ist jene Verbindung zu einer fernen Kultur also in Wirklichkeit gar nicht der Kontakt zu Bewohnern eines anderen Planeten unseres Weltalls – sondern die Verbindung zu Wesen einer jenseitigen Welt? Wer weiß!



Geheimnis der Wewelsburg
April 15, 2008, 10:23 PM
Filed under: Geheimnis der Wewelsburg | Tags:

Geheimnis-der-Wewelsburg

Geheimnis der Wewelsburg

Die Wewelsburg bei Paderborn – während des Dritten Reiches quasi geistiges Zentrum der SS – birgt bis auf den heutigen Tag Geheimnisse. Diese zu enträtseln, das haben nicht bloß Laien, sondern auch Fachleute der verschiedenen relevanten Disziplinen unternommen. Im einzelnen darüber abzuhandeln, wäre hier nicht der Platz. So sollen an dieser Stelle nur in knapper Form die besonders merkwürdigen Eigentümlichkeiten dieser Burg beleuchtet werden.

Scheinbar gibt es eine wenig bekannte alte Legende, welche die Wewelsburg mit Motiven kommender Geschehnisse verknüpft, die in der Johannes-Offenbarung ihren Ursprung haben. Möglicherweise findet sich darin eine Erklärung für die Verwendung dieser Burg durch Himmler und dessen SS – wir wissen es nicht.

Am bekanntesten ist sicher der “Gruppenführersaal”, auf dessen Fußboden sich die berühmte “Schwarze Sonne” befindet. Die ganze Gestaltung dieses Raums ist sonderbar; sie bietet Anlaß zu vielen womöglich weitschweifenden Überlegungen.

Geheimnis-der-Wewelsburg--WWburgSaal

Direkt unter dem Saal befindet sich eine “Krypta”, die noch mehr okkulte Symbolik aufweist als der Saal über ihr. An der Decke der Krypta ist eine Adaptation des Schwarze-Sonne-Zeichens zu sehen. Der Raum ist gewissermaßen von zwölf Punkten aus gestaltet, in dessen Mitte sich ein rundes Gebilde befindet. In dessen Zentrum muß früher etwas gestanden haben, ein Gegenstand, der den Eigentümern der Burg wichtig, vielleicht sogar heilig war. Darüber ist schon viel gemutmaßt worden. Ein ganz besonderer Gedanke, der zwar kühn, aber nicht gänzlich ohne geschichtliche Anknüpfungspunkte ist, soll heute hinzugefügt werden: Vielleicht war dieser Platz für die “Große Figura” vorgesehen, für das Heiligtum der Templer?

Doch kehren wir in den Saal über der Krypta zurück. Die vielbesprochene Schwarze Sonne auf dessen Boden ist keineswegs schwarz – auch nicht violett (Indigo/ Pralada), wie sie richtigerweise sein müßte; nein, sie ist grün.

Das erscheint auf den ersten Blick irritierend. Bei tieferem Eintauchen in die mit alledem verbundene Ideenwelt, erschließt sich uns aber der Sinn: Die Schwarze (magische) Sonne ist als die jenseitige Quelle des göttlichen Lichts (Ilu) zu verstehen, deren Kraft auch die Entwicklung der Zeitalter bestimmt; sie ist gewissermaßen das “Ventil,” das die göttlichen Lichtströme auf die Erde strahlen läßt – vom Jenseits ins Diesseits.

Versteht man nun das Jenseits als eine Umkehrung des Diesseits, so muß die magische Sonne auch im Diesseits auf Erden in der Komplementärfarbe zu Violett/ Indigo dargestellt werden.

Kommt es zur Umkehrung (zum Invertieren), so nimmt das Jenseits im Diesseits Gestalt an. Mit anderen Worten: Vielleicht bedeutet der Saal mit der “Schwarzen Sonne” – eine Schleuse zwischen Diesseits und Jenseits?



UFO-Sphäreneinsatz
April 15, 2008, 10:20 PM
Filed under: UFO-Sphäreneinsatz | Tags:

Haunebu-II-Illustration

Sphäreneinsatz

Die Faszination des Motivs deutscher „UFOs” besteht nach wie vor, das ist unübersehbar – und vielleicht besteht diese Faszination auch zu Recht. Das Rätselhafte, von der Gegenseite so auffallend heftig Bestrittene, kann schwerlich ganz unberührt lassen.

Seit die ersten Publikationen über dieses Thema erschienen, sind Jahrzehnte vergangen. Eine neue Generation von Interessierten ist herangewachsen. Die mittlerweile schon recht alten Veröffentlichungen sind teilweise nicht mehr ohne weiteres zu erhalten, und manches in diesen Publikationen ist wohl auch als überholt zu betrachten; zum einen aufgrund neuer Erkenntnisse, zum anderen aber auch überholt im wörtlichen Sinne, weil mit voranschreitender Zeit sich sicherlich auch aktuelle Gegebenheiten verändert haben. Eine Annahme, alles in dieser Hinsicht sei quasi auf dem Stand der 1940er und 1950er Jahre eingefroren, widerspräche ja auch dem gesunden Menschenverstand. Sofern da noch Menschen aktiv sind, was ja immerhin denkbar ist, haben diese sich und ihre Möglichkeiten inzwischen weiterentwickelt. Anders wäre es ja wohl kaum vorstellbar, denn diese Leute, falls es sie noch gibt, wären ja keine Museumswärter.

Die frühesten uns bekannten Hinweise der Zeit nach 1945 auf die unkonventionellen Fluggeräte der Typen Haunebu und Vril, namentlich auf Haunebu, stammen aus dem Jahre 1956 und kamen aus den Niederlanden, eine kleine Broschüre, von der dann in Südamerika eine spanische Übersetzung angefertigt worden sein soll, wie uns glaubwürdig berichtet wurde. Diese kleine Veröffentlichung wirkte aber nicht weit, obwohl an dieser auch ein Mann namens Georg Kaiser beteiligt gewesen sein soll, eine historische Figur aus dem Rüstungsministerium des Herrn Speer, der auch mit Dr. Kammler zusammengearbeitet hat – oder diesen kontrollieren sollte.

Bis zu dem Zeitpunkt, da einmal größere Geldmittel zur Spurensuche aufgewendet wurden, Anfang der 1980er Jahre, fehlte es an konkreten Hinweisen. Als solche dann da waren, erhob sich das Auftragsgeheul jener, die davon nichts wahrhaben mochten, und das sprach eine Sprache für sich. Weiterreichende Erkenntnisse konnten dadurch zwar nicht behindert werden, doch stellten sich solche auch nur äußerst sporadisch ein. Vieles von dem, was heutzutage angenommen wird, beruht daher auf mehr oder weniger trefflichen Schlußfolgerungen. Wäre es anders, würde der Nachweis erbracht sein, daß da nicht viel ist; denn eine funktionierende Struktur wüßte natürlich zu verhindern, daß über sie allzu viel publiziert wird.

So kann gerade der Mangel an konkretem Wissen durchaus als ein Anzeichen dafür gewertet werden, daß hinter alledem mehr als Spinnerei steht.

Daß vieles von alledem höchstwahrscheinlich Realität war – wenn auch sicherlich nicht in jedem Punkt so, wie auch wir es zeitweilig glaubten – dazu stehen wir nach wie vor. Es kamen inzwischen nur wenige Hinweise und Informationen von sehr unterschiedlichen Seiten. Auch das muß logisch erscheinen. Je tiefer man in solch eine Materie einzudringen versucht, umso enger werden die Pfade, umso dichter legen sich die Schleier des Undurchdringbaren über das Szenarium.

Eine zumeist immerhin ehrlich gemeinte Kritik an dem auch von uns vertretenen Denk-Konzept der deutschen „UFOs”, die von manchen Seiten kommt, ist die an der technischen Machbarkeit von Dingen, die – anscheinend oder tatsächlich – gegen die bekannten Naturgesetze verstoßen. Genau dieser Punkt aber ist einer der entscheidenden! Wenn es in dieser Angelegenheit einen Schlüsselpunkt gibt, so ist dieser der: Man wird nichts von alledem verstehen, wenn man unfähig oder unwillig ist, den Sprung heraus aus den Enge zu tun, in welche die Gegenwartswissenschaft einzwängt. Wer nicht versteht, daß ja in der Überwindung dieser Enge der Schlüssel zu allem weiteren liegt, vermag den Kern dieser Dinge nicht zu begreifen, wer nach mechanistischer Machbarkeit sucht, kann nur scheitern, denn solche Prinzipien müssen schon längst überwunden gewesen sein – auf jeden Fall dort, wo diese Geräte entstanden.

Das führt uns an den Punkt der Sicht auf diese Dinge, über den wir heute einmal sprechen möchten: Die Frage nach dem eventuellen Operieren von „UFOs” zwischen Jenseits und Diesseits – also zwischen dem Faßbaren und dem Unfaßbaren, wie es aus der Alltagsperspektive erscheinen müßte.

Versuchen wir einmal – und das ist jetzt natürlich nur ein Gedankenspiel! – uns in Menschen hineinzuversetzen, die über einige „UFO”-Geräte verfügen, auch über einige recht gut gesicherte Stützpunkte, und von dort aus zu betrachten, was auf dieser Welt geschieht, wie sie sich entwickelt – auch das eigene Heimatland.

Spätestens um 1970 müßte diesen Menschen klar geworden sein, daß ein Wandel, wie sie ihn sich erhoffen mochten, nicht so bald eintreten wird; im Gegenteil, die Entwicklung führte zusehends tiefer in den geistigen Morast. Es ließ sich abschätzen, daß ihr technischer Vorteil in einigen Jahren durch Materialermüdung etc. dahin sein würde. Dann könnte man schon einmal Ausschau nach geeigneten Schrottplätzen halten und sich überlegen, wie man am unauffälligsten ins banale Leben zurückkehren könnte.

Oder: welche Alternative könnte es geben….?

An dieser Stelle könnten jene Leute sich der Anfänge des Ganzen erinnert haben, an das was damals, 1922 der erste Gedanke gewesen war: Die Jenseitsflugmaschine!

UFO-Sphaereneinsatz  -  Plan

Die „Sphärenkanalflüge” führten ja de facto ohnehin durch nicht diesseitige Ebenen. Konnte es also nicht möglich sein – jetzt, mit viel mehr Erfahrung als 1922 – die Uridee in die Tat umzusetzen? Hatten nicht schon in der Renaissance, vielleicht schon im Mittelalter und, wer mochte es wissen, bereits vor Jahrtausenden? Ideen bestanden, die da hießen: Refugien auf jenseitigen Ebenen zu errichten? Aus neuzeitlicher Sicht: Stützpunkte, auf die kein Gegner jemals Zugriff haben könnte, und: Stützpunkte außerhalb des irdischen Zeitflusses?! Genau das würde es doch sein, was man jetzt bräuchte!

Könnten solche Gedanken nicht gedacht worden sein? In den 1970er, vielleicht schon in den 1960er Jahren? Wäre das – in anbetracht der für den Normalsterblichen sowieso kaum faßbaren Situation – völlig unvorstellbar?

Wer immer sich mit dem Thema „UFO” einmal beschäftigt hat, weiß, daß es zwei charakteristische Merkmale am Verhalten dieser Geräte gibt: Das eine ist die Eigenart, auf quasi zickzack-förmigen Bahnen fliegen zu können. Woher das rührt, steht schon in den Berichten über das Versuchsobjekt RFZ 2 von 1934, soweit also kein Mirakel.

Das zweite absonderliche „UFO”-Merkmal ist: Diese Dinger können ganz offenkundig im „Nichts” verschwinden. Das wiederum entspricht genau dem, was von der Jenseitsflugmaschine erwartet wurde und was später, zwischen 1942 und 1945, bei diversen Testflügen unbeabsichtigt geschah. Auch das ist belegt.

Stellen wir uns also doch einmal vor, jene Leute hätten all ihre Kraft und Fähigkeiten investiert, um vorerst ein Ziel zu erreichen: Die Ebenen wechseln zu können – und zwar dergestalt, daß ein punktgenaues Hin-und-Zurück möglich wurde. In Folge dann: Stützpunkte auf einer jenseitigen Ebene errichten.

Unter dem Strich hieße das: Unabhängigkeit vom irdischen und kosmischen Raum sowie Unabhängigkeit von der irdisch-kosmischen Zeit!

Die Idee der Damen und Herren des alten Bucintoro-Ordens, mit Hilfe technischer Geräte – „UFOs” – verwirklicht.

Wir wissen schon: Es klingt einigermaßen verrückt! Verrückt? Vielleicht eher: Entrückt? Raum und Zeit dieser Seinsebene entrückt!

Am Rande seiner Tätigkeit hat auch der AZP zu diesem Motiv ein paar zumindest in solch eine Richtung zu deutende Hinweise gesammelt, über die, in erweitertem Zusammenhang noch gesprochen werden wird.

Es könnte sich also immerhin lohnen, darüber nachzudenken.



zu: Aldebaraner-Brief
April 15, 2008, 10:17 PM
Filed under: Der „Aldebaranerbrief" | Tags:

Aldebaraner-Brief

Der „Aldebaranerbrief”

Heute möchten wir nochmals kurz auf jenen „Aldebaranerbrief” eingehen, der vor mehreren Jahren bereits in CN I veröffentlicht und behandelt wurde.

Der Grund dafür liegt in gleich zwei E-Mail-Anfragen, die uns zu diesem Thema ereichten. Einer definitiven Beurteilung möchten wir uns enthalten, da eine solche nicht objektiv möglich ist. Wir möchten es dabei belassen, die Dinge für sich selbst sprechen zu lassen, soweit sie dazu in der Lage sind.

Im Frühling des Jahres 1998 traf der seitdem schon mehrfach an die Öffentlichkeit geratene Brief bei einer Dame in Wien ein, die im Zuge der Entwicklungsarbeiten für unseren Film zum Themenkreis “UFO” in Lateinamerika recherchiert hatte. Der Brief kam ohne Absenderadresse aus Mexiko; der Poststempel Mexiko-Stadt ist jedoch deutlich. Angeblich – und wohl auch tatsächlich – stammt der Brief von einer jungen Dame, welche die Empfängerin in Wien rund 15 Jahre zuvor auf ein paar Stunden kennengelernt hatte. Ob dabei mehr Phantasie als Realität im Spiele ist, wollen wir nicht beurteilen. Der Inhalt des Briefs wird nachstehend wiedergegeben ((eingefügte Erläuterungen sind in Doppelklammern gesetzt)). Der Brief:

… Vril Odin ((das Aldebaran-Raumschiff Vril 8) ) flog. Viele glauben zu wissen, oder es zu erahnen, was sich damals zugetragen hat. Manche schreiben Bücher darüber, in denen sie so tun, als seien sie dabeigewesen oder kennten Quellen aus erster oder zweiter Hand. Doch die Wirklichkeit hat ein anderes, ein fremdes, Gesicht. Niemand kann es verstehen, der es nicht anschaute.

In jener Stunde des 21. April im Jahr 1945, um 4 Uhr 15, noch vor Morgengrauen, da hat das große Abenteuer seinen Anfang genommen, ja, tatsächlich. Das SO-((Selbst-opfer))-Kommando ist ausgeführt worden. Wie es war: Ein Augenblick zwischen den Gefühlen von alles verlieren oder alles gewinnen für Deutschland, für die Erdenheimat.

Aber was aus alledem geworden ist, und aus denen, die das SO-Kommando übernah-men, das weiß kein Außenstehender. Dies ist nicht in allen Äußerlichkeiten gemeint. Es sind wirklich Menschen dort, denn wir haben ja den selben Ursprung. Es stimmt, wie Herr Ratthofer schreibt, in diesem Punkt ((der Wiener Fachautor Norbert Jürgen Ratthofer ist maßgeblich an der Arbeit für den Film beteiligt gewesen und daher namentlich bekannt)). So sehen sie uns auch ähnlich. Doch das ist nur äußerlich, denn ihrem Wesen nach sind sie völlig anders. Sie vermögen Dinge, von Geburt an, die wir bloß aus Märchen kennen, in denen von Zauberern und Feen erzählt wird. Sie können reden, ohne zu sprechen ((Telepathie)), können Dinge bewegen, ohne einen Finger zu rühren ((Telekinese)), sie leben sehr lange und wirken dabei ewiglich jung. Auf der Hauptwelt des Sternenreichs ist alles ganz anders, als Dichter utopischer Romane es sich vorstellen. Es gibt kaum sichtbare Technik, keine lauten Metropolen, statt dessen überall Natur. Ein idyllisches Leben frei von allem Niedrigen, ohne jede Grobheit und Roheit. Ihr Volkstum ist rein, unvermischt, es besteht nur aus einer einzigen Rasse. Diese ist der europäischen ähnlich, und doch auch ganz anders, sie steht auf einer unendlich viel höheren Entwicklungsstufe als das Völkergemisch auf der Erde. Diesem gegenüber würden sie kein Verstehen erübrigen. Sie haben vor unermeßlichen Zeiten getan, was wir in Deutschland wollten, nämlich die Höherentwicklung unseres Volkes. Darum wurden wir freundlich empfangen, denn wir vertraten das einzige Volk der Erde, das Reinheit und Höherentwicklung anstrebte. Unsere Feinde aber gewannen den Krieg, die, die das Niedrige wollen und tun. Für das Sternenreich wären diese Erdenbewohner nicht mehr, als ein Ameisenhaufen für einen Menschen ist. Besonders die sittenlosen Länder der Westmächte fänden vor den Augen der Sternenmacht keine Gnade.

Wir einzelnen Deutschen, die wir inzwischen dem Sternenreich angehören, verbleiben dort. Es ist aber ein Leichtes, hin und wieder einen Blick auf die Erde zu tun. Für uns gibt es keine Entfernung. So schnell wie ein Gedanke durcheilen wir mit unseren Sphärenschiffen den Zwischenraum. Niemand sieht uns von der Erde aus kommen, denn dazu taugt kein Fernrohr und kein Funkmeßgerät ((Radar)), keiner bemerkt uns.

Wir kommen aus der Unsichtbarkeit für die Augen und die Geräte der Erdenbewohner,

und durch die Unsichtbarkeit kehren wir zu den fernen Sternen zurück.

Viermal bin ich zwischendurch auf der Erde gewesen. Da ist es nicht besser, sondern schlimmer geworden. Sitten und Moral sind noch tiefer gesunken. Und in der Technik haben die Feindmächte auch nichts gelernt. Früher dachten wir, wir hätten vielleicht zehn Jahre Vorsprung oder 20, aber es sind Jahrhunderte, die deutsche Technik dem Feind überlegen ist, und jetzt, dank des Sternenreichs, natürlich noch mehr. Auf der Erde fehlt jetzt alles, um den höheren Weg zu begreifen. Das Fenster zum höheren Geist, das wir aufgestoßen hatten, wurde im Mai 1945 wieder verschlossen. Dumpfer Stumpfsinn regiert auf der Erde, die alttestamentarische Grausamkeit ((an dieser Stelle kleine Änderung vorgenommen, aus politischen Gründen)) und das rohe anglo-amerikanische Lärmen. Die Verbindung zur Erde bleibt darum aufgehoben, weil unser Geist, in dessen Namen wir die weite Reise unternahmen, dort ohne Kraft ist. Wenn dieser Geist wiedererwacht, wenn das wahre Deutschland sich erhebt, so daß es vor dem Sternenreich bestehen kann, erst dann kann sich unser Auftrag erfüllen. In der Zwischenzeit unterhalten wir nur mit den wenigen auf Erden Verbindung, die zu uns gehören und alles verstehen. In dieser Zeit sind wir nichts auf der Erde, doch uns gehören die fernen Sterne …

Der Brief, als solcher, ist mit allergrößter Wahrscheinlichkeit echt. Ob auch sein Inhalt echt, d.h. in allem wahrheitsgemäß, ist, läßt sich selbstverständlich nicht sagen, eine gewisse Skepsis diesbezüglich kann sicher nicht fehl am Platze sein.

Das hier zugeordnete “UFO”-Foto stammt nicht aus derselben Quelle wie der Brief, es hat vermutlich auch nichts mit dessen Inhalt zu tun. Nach Aussage einer Quelle entstand das Foto im Jahre 1999 in Mexiko, nach Behauptung einer anderen 1998 in der Steiermark. Damit ist bereits gesagt, daß dieses Bild eine sonderbare Geschichte haben dürfte, und daß – sofern wenigstens eine der zwei Quellen die Wahrheit sagt – auf alle Fälle eine von beiden geschwindelt haben muß.

Der Zusammenhang dieses Fotos mit dem zuvor wiedergegebenen Brief ergab sich zum einen, da eine der beiden Quellen es aus Mexiko haben will, zum anderen aber auch, da die Empfängerin des Briefs meint, die Frau auf dem Bild könne recht gut dieselbe sein, mit der sie vor Jahren in Mexiko zusammengetroffen war.

Die ganze Angelegenheit ist undurchsichtig, sowohl das Bild wie auch den Brief anbetreffend. Bezüglich des Bilds läßt sich sagen, daß es vielleicht wirklich jene Begegnung aus Mexiko zeigt, das Haunebu-UFO-Gerät aber hinzugefügt worden sein könnte. Beweisen läßt sich das anhand der Vorlage zwar nicht, doch der Verdacht liegt nahe.



Vril-Damen
April 15, 2008, 10:15 PM
Filed under: Vril-Damen | Tags:

Vrildamenszenarium-II

„Vril-Damen”In jüngerer Zeit ist, namentlich in CN-Kreisen, weitaus mehr von Isais-Damen als von „Vril-Damen” die Rede. Das hat gute Gründe, über die sicherlich gar nicht viel gesprochen zu werden braucht: Die „Vril-Damen”, also jene Exponentinnen der „Alldeutschen Gesellschaft für Metaphysik” (Vril-Ges.) und später der Firma „Antriebstechnische Werkstätten” sind offenkundig eine Episode der Geschichte gewesen, die nicht viel mehr als 15 währte (von 1919 bis 1945). Dabei kann inzwischen nicht einmal mit letzter Gewissheit gesagt werden, ob diese spezielle Art der von Damen dominierten Vereinigung in allem so ausgesehen hat, wie über lange Zeit angenommen wurde. Die nähere Betrachtung der Unterlagen, welche den „Isaisbund” um Leona und Erika anbelangen legt den Verdacht nahe, daß die anscheinende Abspaltung dieser Gemeinschaft von der „Alldeutschen Gesellschaft für Metaphysik” im Oktober 1922 nur fingiert gewesen sein könnte. Dies würde dann im Klartet heißen, daß ein koordiniertes Zusammenwirken dieser beiden Damen-Vereinigungen stattgefunden hätte, und zwar von Anfang an so geplant. Möglicherweise wäre der Grund dafür gewesen, daß man auch den „Isaisweg” erproben und ggf. nutzen wollte, ohne daß dadurch die Hauptmacherinnen, Maria und Traute, den Gesichtsverlust hätten in kauf nehmen müssen, nun gegen ihre propagierten Prinzipien und Regeln verstoßen zu müssen.

Genau weiß man all dies nicht und wird es wohl auch kaum erfahren, denn die wenigen noch auf dieser Erde lebenden Personen, die es wissen dürften, reden nicht darüber. Die Tatsache aber, daß Angehörige der beiden genannten Gruppierungen zumindest seit Mitte 1941 Kontakte zum deutschen Geheimdienst „Abwehr” unterhielten – und das höchstwahrscheinlich nicht als Einzelpersonen, sondern auch im Namen ihrer Vereinigungen – legt eben den Verdacht abermals nahe, daß der Konflikt vom Oktober 1922 in der Tat nur ein geplantes Manöver gewesen sein könnte. Dazu würde auch passen, daß Exponentinnen der beiden Gruppen sich spätestens seit dieser Zeit auch wieder persönlich trafen. Von einer Gegnerschaft konnte also ganz sicher keine Rede sein.

Was aus den „Vril-Damen” wurde, darüber ist schon viel gerätselt worden. Sämtliche als wichtig bekannten Namen im Frühjahr 1945 verschwunden. Gerüchte, wohin die eine oder die andere gegangen sei, gibt es reichlich. Dabei ist jetzt nicht an die Annahme eines eventuellen Aldebaran-Flugs gedacht, sondern an andere Möglichkeiten. Diese alle abzuhandeln, wäre eine unfangreiche Arbeit für sich, denn nicht wenige der vielen Mutmaßungen haben da oder dort einen Anknüpfungspunkt, der stimmen könnte – könnte – aber nicht zutreffend sein muß.

Die Bandbreite dabei reicht von einfachen Namensänderungen über ein Leben in Lateinamerika und anderen Ländern bis hin zu der Spekulation, wenigstens einige der vormaligen „Vril-Damen” hätten später mit dem BND zusammengearbeitet, worauf es allerdings keine irgendwie konkreten Hinweise gibt.

Die Vision, die „Vril-Damen”, oder zumindest einige von ihnen, seien nach wie vor im aktiven Einsatz mit Vril-Geräten – aufgrund des Sphärenkanalzeitfaktors vielleicht sogar äußerlich kaum gealtert – klingt zwar einigermaßen phantastisch, doch sogar für diese Vorstellung lassen sich einzelne Anhaltspunkte erbringen.

ungewisse UFO-Fotos

Dies ist somit ein Thema, über das sich viel nachgrübeln läßt, ohne daß man dabei greifbaren Fakten näher käme. Vielleicht ist dies ganz gut so; denn ein Hauch von Romantik ist schließlich erlaubt und – womöglich – sogar der Realität näher als eine gar zu nüchterne Aneinanderreihung der spärlichen Fakten zu diesem Thema, derer es wenige gibt und von denen überdies noch die meisten in Zweifel gezogen werden können – je nach Grundeinstellung und Informationsstand.

Belassen wir es also vorerst dabei, in den „Vril-Damen” zumindest auch einen Flair von Romantik zu sehen, denn an dergleichen ist unsere Gegenwart ja arm!

Vrildamen1



Karthagerbund
April 15, 2008, 10:11 PM
Filed under: Karthagerbund | Tags:

Karthagerbund

KarthagerbundZu den besonders rätselhaften Geheimvereinigungen, über die kaum jemand etwas weiß, gehört der „Karthagerbund” (oder auch „Karthagobund”).

Die früheste Spur von solch einer Vereinigung findet sich bei den Gnostikern, im Umfeld von Valentinus, aber nicht zu dessen Schule gehörend.

In früher Zeit scheinen die Karthagerbünde (resp. Karthago-Bünde) so etwas wie männliche Komplementär-Vereinigungen zu rein weiblichen Isaisbünden gewesen zu sein. Folgen wir Notizen von Erika B. aus den frühen 1930er Jahren, so sind die Karthagobünde nie eigenständige Gemeinschaften gewesen, sondern vielmehr die männliche Komponente der Isaisbünde, wo diese ausschließlich weibliche Mitglieder aufnahmen. De facto bestand der Geheimbund als ganzes dann also aus dem Isaisbund plus Karthagobund, wahrscheinlich sogar so weitgehend ineinander verwoben, daß die beiden Bezeichnungen wie Abteilungsnahmen ein und derselben Formation zu verstehen sind. Vieles spricht dafür, daß es sich tatsächlich so verhielt, wenigstens im Zeitalter und Umfeld der Gnosis. Auffallend kann erscheinen, daß dieser Bund sich scheinbar auch auf die karthagische Göttin Tani(t) bezog, welche dort offenbar mit einer „weiteren Natur” der Isais/Isaie gleichgesetzt wurde, wozu allerdings keine näheren Erläuterungen erhalten sind.

Das Signet der drei aufrechten Schwerter, welches auf das Kriegssiegel des karthagischen Feldherrn Hannibal Barkas zurückgehen soll, findet sich aber auch in Spuren der Rittergemeinschaft der „Herren von Schwarzen Stein”. Darüber ist jedoch wenig bekannt. Alles, was sich auf die Arbeiten von Dr. Reiterich beruft, muß im Lichte seines Hauptinteresses gesehen werden, welches der Ritterschar galt, während die Isais-Mythen an sich für ihn nebensächlich waren. Reiterichs Blickwinkel ist stets der des Ritters Hubertus und dessen Schar gewesen. Was diese nicht unmittelbar anbelangte, betrachtete Reiterich als lediglich flankierend. Schwierig macht seine Arbeiten ferner, daß er kaum entzifferbare Hinweise auf seine Quellen hinterließ, er hatte die Angewohnheit, für Notizen eine Art eigener Stenographie zu verwenden, aus der bisher noch niemand so recht klug wurde.

Der Begriff „Karthagobund” taucht in den 1920er Jahren wieder auf, ohne daß aber eine direkte Verbindung zum Isaisbund oder zur Alldeutschen Gesellschaft für Metaphysik erkennbar würde. Querverbindungen zeigen sich dafür zum „Jungdeutschen Orden” sowie zur SS in deren früher Phase. Das scheint nicht ganz zusammen zu passen, denn der Jungdeutsche Orden wurde von den Nazis verboten. Ab Mitte der 1930er Jahre ist das Karthagobund-Signet auch nicht mehr zu entdecken, obgleich es keinen Hinweis darauf gibt, daß dessen Linie den Auffassungen des Nationalsozialismus nennenswert widersprochen hätte. Noch im Rahmen des Jungdeutschen Ordens besaß der Karthagobund eine eigene Fahne, von der keine genaue Vorlage mehr existiert. Diese hatte aber die Farben, Schwarz-Weiß-Violett (Isais’ Farben) und zeigte die „Innere Sonne” (ähnlich dargestellt wie der Vielzackstern Alexanders des Großen) auf einem Grund, welcher der japanischen Kriegsflagge stark geähnelt haben dürfte.

Karthagerbund - Fahne

Die damalige Fahne hat aber sicher anders ausgesehen als die hier von uns abgebildete Variation (siehe groß in der Galerie)! Diese ist erst vor ca. zwei Jahren neu entstanden, als der Gedanke aufkam, die Idee des komplementären Zusammenwirkens zu erneuern. Es handelt sich um ein Provisorium, das hier lediglich zur allgemeinen Illustration dienen soll. Das Drei-Schwerter-Symbol dagegen entspricht dem Original.

SOURCE



Ron Sommer-Telekom-Nazis-Scientology-Vril-4 Reich and manipulation of dates and so/Ron Sommer beteuert Unschuld! Telekom.Prozess

secret-society-scientology-ron-sommer-vril-nazis

or

http://www.principality-of-sealand.ch/pdf/hakeburg_cpl.pdf

This is a big lie,man!

On Video

Ron Sommer beteuert Unschuld! Telekom.Prozess